Die Blutbuchen am Obertorplatz sind seit Montagvormittag Geschichte: Punkt 9.37 Uhr wurde der letzte Stamm von einem Kran hochgehievt. Der Baumkletterer Thilo Hildebrandt von der Firma Wolfgang Leipold aus Albstadt-Lautlingen bearbeitete sie zuvor noch mit der Kettensäge. Seit 8 Uhr morgens waren die fünf Mitarbeiter des Betriebshofs Hechingen und vier der Albstädter Firma an dem Einsatz beteiligt, damit es, wie Gärtnermeister der Stadt, Achim Gsell, betonte „zügig vorangeht“. Auch die Polizei und das Ordnungsamt waren in das Geschehen involviert.

Der Baumkletterer hing immer wieder am Kran und wurde dann in die Baumkrone gehievt. Dort fixierte er die Äste mit Seilen, dann sägte er. Der spektakuläre Einsatz wurde von vielen Hechingern von den Straßen aus beäugt.  Einige wollten sehen, ob die Stämme tatsächlich krank und vom Brandkrustenpilz befallen sind.  Andere wiederum, wie Tatjana Schmidt, fanden: „Das sieht man ja nicht jeden Tag in Hechingen.“ Wenn die Bäume krank seien, wäre es besser, meinte die 34-jährige Hechingerin, sie zu fällen, damit nicht noch etwas passiert, wenn Autos vorbeifahren oder Kinder entlang laufen.

Außer Puste war der Baumkletterer zum Schluss des Einsatzes aber nicht. „Das machen wir täglich“, begründete er. „Jawohl, das hat alles sehr gut geklappt“, sagte er erfreut. Nun werden die gefällten Bäume laut Robert Kuricini, Forstwirt des Betriebshofs Hechingen, vom Obertor- zum Festplatz Weiher transportiert. Dort werden sie versteigert.