Hechingen Bereit für die Schulfusion am Schloßberg

Am Tag des beruflichen Gymnasiums am Hechinger Schloßberg nutzen Eltern die Chance, informative Gespräche mit Lehrkräften zu führen.
Am Tag des beruflichen Gymnasiums am Hechinger Schloßberg nutzen Eltern die Chance, informative Gespräche mit Lehrkräften zu führen. © Foto: Marcus Paula
Hechingen / Marcus Paula 07.12.2018
Vom nächsten Schuljahr an sind die Kaufmännische Schule Hechingen und die Alice-Salomon-Schule eins.

Das Interesse an den beruflichen Gymnasien ist groß. Dies verdeutlichte der große Andrang von Eltern und Schülern am Tag des beruflichen Gymnasiums.

Die Schulleiter Dr. Roland Plehn und Karl-Heinz Rauch hatten das erste Mal gemeinsam zu diesem Tag eingeladen, da nächstes Schuljahr die Kaufmännische Schule und die Alice-Salomon-Schule fusionieren. Beide sehen speziell für die Hechinger beruflichen Gymnasien große Vorteile der Fusion. „Die Fusion stärkt den Schulstandort Hechingen. Es werden sich neue Möglichkeiten ergeben, die Oberstufe noch besser zu gestalten“, sagte der Schulleiter der Alice-Salomon-Schule, Karl-Heinz Rauch.

In einem anschließenden Infoblock erläuterte Martin Walczok, Abteilungsleiter des Wirtschaftsgymnasiums, zunächst die Aufnahmevoraussetzungen von Schülern mit mittlerem Bildungsabschluss und von Schülern der allgemeinbildenden Gymnasien. Studienrätin Julia Schmiedeberg von der Alice-Salomon-Schule stellte danach die beiden Profile „Pädagogik/Psychologie“ und „Gesundheit und Pflege“ vor. „Wir bekommen immer wieder positive Rückmeldungen von ehemaligen Schülern, die ihre Ausbildung oder ihr Studium in sozialen Berufen beziehungsweise in den Bereichen Medizin, Pflege oder Gesundheitsmanagement machen. Unsere Profile erleichtern den Einstieg in die Karriere nach der Schule enorm“, hob Julia Schmiedeberg den Praxisbezug der beiden Profile hervor.

Die Profile „Wirtschaft“ und „Finanzmanagement“ wurden von Oberstudienrätin Christiane Winz präsentiert. Der Bereich Wirtschaft ruhe auf den fünf Säulen „Privates Vermögensmanagement“, „VWL/BWL“, „Finanzwirtschaftliche Studien“, Global Studie“ und „Wirtschaftsgeografie“. „Der Bezug zur realen Finanz- und Wirtschaftswelt ist uns sehr wichtig. Daher pflegen wir enge Kontakte zu außerschulischen Partnern“, betonte Christiane Winz. Auch der Unterricht gestalte sich modern und praxisorientiert: „Wir lernen und lehren digital, situationsgerecht und fortschrittlich.“ Sowohl Julia Schmiedeberg als auch Christiane Winz verwiesen auf den praktischen Nutzen der angebotenen Profile, und zwar unabhängig davon, welcher Berufsweg später einmal tatsächlich eingeschlagen werde. Denn mit Menschen und mit Finanzen habe später jeder zu tun, sei es geschäftlich oder privat.

Abteilungsleiter Martin Walczok fasste die Vorzüge einer auf einen beruflichen Gymnasium erlangten Allgemeinen Hochschulreife prägnant zusammen: „Bei uns bekommen Sie ein Abitur plus. Sie erlangen nicht nur die Zugangsvoraussetzung für alle Studiengänge, sondern auch berufliches Know-how und Lebenskompetenz.“ Nach den Vorträgen nutzten Eltern und Schüler die vielfältigen Möglichkeiten, Gespräche mit Lehrkräften und Schülern zu führen, um sich über die angebotenen Unterrichts­fächer zu informieren.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel