Boll Bei der Dorfhockete lässt sich herrlich schwofen

Boll / Diana Maute 02.09.2018
Von sportlich bis rasant, von musikalisch bis kulinarisch: Bei der 42. Dorfhockete in Boll war alles geboten, was ein Fest ausmacht.

Sie ist fast schon legendär, punktet stets mit Superstimmung und reißt einfach alle mit: Die Dorfhockete im Herzen von Boll, ein Fest für alle Generationen.

Sie wissen einfach, wie man feiert, diese Bollemer: Auch bei der 42. Auflage ihrer Dorfhockete gelang es ihnen, Jung und Alt ein Fest zu bieten, das bestens ankam. Zwar wollte das Wetter diesmal zumindest am Sonntag nicht so recht mitspielen, dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Unzählige Besucher genossen zwei Tage lang Partystimmung pur mit toller Musik, kulinarischen Genüssen und buntem Rahmenprogramm.

Krachende Böllerschüsse

Dass die Hockete am Samstagnachmittag ganz sportlich eröffnet wird, hat in Boll mittlerweile Tradition. So gingen auch in diesem Jahr wieder mehr als 50 Teilnehmer beim Walkinglauf an den Start, darunter eine große Gruppe von „Hohenzollern – da läuft was.“ Zwei Strecken, die durch die reizvolle Landschaft rund um Boll führten, die eine fünf, die andere zehn Kilometer lang, warteten auf die gutgelaunten Sportler.

Die offizielle Eröffnung der Dorfhockete erfolgte mit krachenden Böllerschüssen, die lautstark anzeigten, dass der Startschuss für das Fest gefallen war. Ortsvorsteherin Meta Staudt und Michael Daiker, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Vereine von Boll, übernahmen die Begrüßung der Gäste. Staudt sprach den vielen Helfern ihren Dank und ihre Anerkennung aus: „Euer Engagement macht es möglich, dass die Dorfhockete zum 42. Mal in Folge durchgeführt werden kann“, betonte sie. Was die Organisatoren auf die Beine gestellt hatten, konnte sich wahrlich sehen lassen.

Ein großer Spaß für Fahrer und Zuschauer war das Bobby-Car-Rennen, das in diesem Jahr nicht für Erwachsene, sondern für Kinder ausgerichtet wurde. Acht ambitionierte junge Rennfahrer begaben sich auf die Strecke, die ganz professionell mit Strohballen gesichert war und vom Feuerwehrhaus bis zum Rathaus führte. Angefeuert von einem großen Publikum, darunter auch Bürgermeister Philipp Hahn mit Familie, gaben die Mädchen und Jungs auf ihren kleinen Flitzern Vollgas und hatten dabei sichtlich Spaß. Am Ende durften sich die drei schnellsten, Elias, Felix und Pia, über Pokale freuen, die ihnen von der Ortsvorsteherin persönlich überreicht wurden.

Viel Publikum zog die Partynacht am Samstagabend an, zu der wie bereits im vergangenen Jahr die Band „Hilander“ aus Österreich aufspielte. „Die Hände zum Himmel“ war dabei das Motto; rund um den Weinbrunnen wurde geschunkelt und geschwoft, was das Zeug hielt. Da der Samstag komplett von Regen verschont blieb, herrschte sowohl unter freiem Himmel als auch in den Zelten des Musikvereins, der Narrhalla und des Tennisclubs sowie im Gerätehaus der Feuerwehr beste Stimmung.

Urige Atmosphäre

Überall lockten kulinarische Köstlichkeiten. Leckere  Cocktails gab es im Zelt des Bürgervereins. Zu fortgeschrittener Stunde genossen die Gäste die urige Atmosphäre im legendären Weinkeller des Rathauses, der ebenso geöffnet war wie die Bar im Jugendraum.

Obwohl der Sonntag mit regnerischem Herbstwetter aufwartete, war auch an diesem Tag ein tolles Festprogramm geboten. So sorgte zum Frühschoppen der Musikverein Schlatt für beste Unterhaltung. Dem in nichts nach stand die Bauernkapelle Geislingen, der die Bühne am Nachmittag gehörte.

Besonders gut besucht waren die Zelte natürlich über die Mittagszeit, in der die Helfer alle Hände voll zu tun hatten, die vielen Gäste zu verköstigen. Im Rathauscafé verwöhnte der Chor „Panta Rhei“ die Besucher mit Kaffee und Kuchen. Auch für die jungen Besucher war am Sonntag noch mal allerhand geboten. So konnten sie beim Kinderflohmarkt ihr Taschengeld aufbessern und der Luftballonwettbewerb der Jugendgruppe lud zum Mitmachen ein. An der Schießbude stellten Jung und Alt außerdem ihre Treffsicherheit unter Beweis.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel