Dass er das Schlusswort hatte, kam überraschend für ihn. Und so machte es der designierte Ortsvorsteher kurz: Bernd Zimmermann bedankte sich für seine Wahl durch den neuen Ortschaftsrat (einstimmig bei einer Enthaltung). „Wir müssen in große Fußstapfen treten“, sagte der CDU-Stadtrat, der nun Günther Konstanzer ablösen wird. Der zukünftige Ortsvorsteher ist aber pragmatisch: „Wir beginnen jetzt einfach und hoffen, dass es gutgeht.“ Gleich danach folgte der erste Härtetest: Alles wollte gratulieren. Und das waren mehr als 40 Menschen. Stellvertretende Ortsvorsteher gibt es dieses Mal zwei: Die Nummer 1 macht Thomas Ling, der bislang schon Vize war, und den 2. Stellvertreterposten übernimmt Jonas Keßler. Bernd Zimmermann hat eine nur zwei altgediente Gremiumsmitglieder um sich: neben Thomas Ling ist es Otto Wolf. Der große Rest ist neu, und nun sind auch zwei Frauen darunter.

Zu Beginn der feierlich gehaltenen Sitzung hatte es Abschiede und Auszeichnungen gegeben. Drei Gremiumsmitglieder erhielten ihre Ehrung durch den Gemeindetag vom scheidenden Ortsvorsteher Günther Konstanzer überreicht: Otto Wolf (30 Jahre), Manfred Haigis (15) und Gerhard Berreth (zehn).

Vier Räte wurden verabschiedet.  Nach insgesamt 20 Jahren aufgehört hat Manfred Haigis. Er war von 1989 bis 2004 und seit 2014 Ortschaftsrat. Als es immer wieder ums Bauen und Planen ging, habe er die Berufskenntnisse des Kommunalpolitikers und dessen Erfahrung geschätzt, sagte Günther Konstanzer. Bei allen Aktionen des Ortschaftsrates und insbesondere beim Dorfwettbewerb habe man auf ihn zählen können. Gerhard Berreth war von 1984 bis 1989 im Gremium und die vergangenen fünf  Jahre erneut. Immer wieder habe er wichtige Impulse eingebracht sich sehr aktiv an allen Projekten beteiligt, betonte Konstanzer. Legendär seien die Bilderrückblicke Berreths bei den Neujahrssitzungen.

Erstmals gewählt wurde Hartmann (Hardy) Binanzer 2009, Mitte der zu Ende gegangenen Wahlperiode rückte er nach. Besonders hervorgehoben wurde seine große Hilfsbereitschaft, auf die immer Verlass gewesen sei. Mitwirken sei stets eine Selbstverständlichkeit gewesen, sagte der Ortsvorsteher – der davon ausging, dass Binanzer auch weiter engagiert bleibe im Dorf. Nach einer Wahlperiode hört Werner Flaiz wieder auf. Er habe, so erklärte Günther Konstanzer, kritische Fragen gestellt und konstruktive Beiträge geleistet, was er als sehr wichtig bezeichnete.

Konstruktiv nannte der Ortsvorsteher die Zusammenarbeit mit allen Ortschaftsräten: „Wir haben viele Jahre miteinander für unsere Gemeinde gearbeitet, und jeder hat eine ganze Menge Freizeit investiert.“ Dabei sei es nie zu persönlichen Verletzungen oder Spannungen gekommen. Konstanzer: „Wir waren ein gutes Team, wir haben Bechtoldsweiler vorangebracht.“

Weil es auch für ihn der Abschied war, nannte Günther Konstanzer im Schnelldurchlauf die wichtigen Themen der vergangenen fünf Jahre: Baugebiet Spielweg/Lindenberg, Erneuerung der Hallenbeleuchtung, Straßensanierung in der Röte, Renovierung des Ratssaales, Umbau für die Feuerwehr, Aufstellungsbeschluss Baugebiet Mittelwies  und als Glanzlicht den 1. Platz auf Bezirk- und die Silbermedaille auf Landesebene bei „Unser Dorf hat Zukunft“ mit Leitbild für Bechtoldsweiler. Dies sei für ihn die Bestätigung, dass das Dorf tatsächlich Zukunft habe. So wichtig wie das Ergebnis nannte Konstanzer den Prozess dahin. Mit einem umfassenden Dank an alle Beteiligten setzte er den Schlusspunkt. Extra-Blumen gab es für Verwaltungsangestellte Bettina Wolf.

Info Einen Extra-Abschied für Günther Konstanzer gibt es nach der Sommerpause. Der Festabend ist terminiert auf den 27. September.