Wann bietet sich schon mal die Gelegenheit, eine nagelneue Fuß- und Radwegverbindung zwischen der Hechinger Ober- und der Unterstadt zu schaffen? Jetzt – warb Stadtbaumeisterin Helga Monauni im Bauausschuss. Denn der städtische Eigenbetrieb Entsorgung ist gerade ohnehin dabei, am oberen Ende des Runkellenweges in Richtung Kapf einen neuen Abwassersammler zu bauen. Die Idee ist: Wenn dort wieder zugebuddelt ist und das bestehende Wegstück neu gemacht wird, könnte durch den Grüngürtel am Rande der Altstadt ein Weg bis hoch zum Firstparkplatz gebaut werden. Und im Zuge der dortigen Neugestaltung könnte es dann am alten Vermessungsamt vorbei bis zur Fürstin-Eugenie-Straße gehen. „Eine große Chance“, befand Helga Monauni.

Räte geben einhellig ihren Segen

Da stimmten ihr die Räte zu, die am Ende auch einhellig ihren Segen zu dem Bauvorhaben gaben, das allein im ersten Abschnitt 80 000 Euro kostet.
Ein wenig Kritik wurde dennoch laut. Roland Huber trug für die Freien Wähler vor, dass die Anlieger nicht genügend mitgenommen worden seien. Manche Nachbarn haben es offenbar nicht gerne, dass ihnen Passanten künftig über den Zaun hinweg in den Garten schauen können. Dr. Regina Heneka (CDU) bat darum, wenigstens die Begrünung im engen Einvernehmen mit den Anliegern umzusetzen.

Die Anlieger selbst kommen nicht zu Wort

Die Anlieger selbst bemühten sich in der Sitzung vergeblich darum, selbst zu Wort zu kommen. Zwischenfragestunde war nicht vorgesehen.
Roland Huber gab noch zu bedenken, dass alles getan werden müsse, um drohende Konfliktsituationen zwischen Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden. Immerhin ist das Gefälle streckenweise beträchtlich – und das mögliche Tempo der Radler damit auch. Helga Monauni meint freilich, mit 2,50 Metern sei der Weg breit genug.
Und nochmal Huber: Ganz oben am First, auf dem ehemaligen HZ-Areal, führt der Weg über Privatgelände (der EJL). „Geht das?“ Helga Monauni meinte: Ja. Man werde das dem Rat zur planungsrechtlichen Umsetzung vorschlagen.

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