Am vierten Wettkampftag der Junioren-Weltmeisterschaft in Frankfurt (Oder) hat es für die deutsche Mannschaft eine weitere Medaille gegeben. Alessa-Catriona Pröpster vom Bahn-Team Rheinland-Pfalz belegte im 500-Meter-Zeitfahren den 2. Platz. Nach Silber im Teamsprint und Gold im Sprint war es bereits die dritte Medaille für die 18-Jährige. Der Sieg ging an Taky Marie Divine Kouame aus Frankreich in 34,868 Sekunden. Pröpster belegte in 34,907 Sekunden Rang 2  vor Europameisterin Emma Finucane aus Großbritannien (35,264).

 Am dritten Tag der Junioren-Weltmeisterschaften hat Deutschland zweimal Gold und einmal Silber gewonnen: WM-Titel gingen an Alessa-Catriona Pröpster und  Tobias Buck-Gramcko, Platz 2 belegte Nicolas Heinrich.

Im Sprint der Frauen ging der Titel an Alessa-Catriona Pröpster. Die Europameisterin besiegte im Finale Nikola Seremak aus Polen mit 2:0 Läufen. Die 18-Jährige aus Jungingen trat damit in der Oderlandhalle in große Fußstapfen. In den vergangenen vier Jahren ging der Sprint-Titel schon dreimal nach Deutschland: 2018 an Lea Sophie Friedrich, 2016 an Pauline Grabosch und 2015 an Emma Hinze.

„Wahnsinn, ich könnte weinen. Es ist so unrealistisch, jetzt Weltmeisterin zu sein. Es ist so viel passiert in letzter Zeit, angefangen mit meiner Verletzung“, freute sich Pröpster, die in der Zeitfahr-Qualifkation am Donnerstag in 11,120 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit über 200 Meter aufgestellt hat. Am ersten Turniertag war der Schützling von Heimtrainer Frank Ziegler ungeschlagen geblieben. Im Halbfinale gegen Emma Finucane aus Großbritannien setzte sie sich ebenfalls mit 2:0 durch. Mit der Unterstützung ihres Fanclubs war das Finale in der Oderlandhalle dann ebenfalls eine klare Sache. Auf die großen Fußstapfen freut sie sich: „Mir steht eine schöne Zeit bevor. Und die Mädels haben mit versprochen, es mir leicht zu machen.“

Am ersten von fünf Wettkampftagen in der Oderlandhalle hatte es wie berichtet Silber für die Teamsprint-Juniorinnen gegeben. Die deutsche Mannschaft mit Christina Sperlich (SV Sömmerda) und Alessa-Catriona Pröpster (Bahn-Team Rheinland-Pfalz) war in 34,640 Sekunden klar gegen China (34,146) unterlegen.