Hechingen Baby einer irakischen Familie erleidet Rauchvergiftung

Lagebesprechung in der Runkellenstraße: Weil ein Massenanfall von Betroffenen gemeldet war, rückten die Rettungskräfte in voller Stärke an. Fotos: Kromer
Lagebesprechung in der Runkellenstraße: Weil ein Massenanfall von Betroffenen gemeldet war, rückten die Rettungskräfte in voller Stärke an. Fotos: Kromer
Hechingen / HARDY KROMER 25.01.2012
Das neugeborene Baby einer irakischen Familie musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem es gestern Nachmittag im Hechinger Asylbewerber-Wohnheim gebrannt hatte.

Großeinsatz der Rettungskräfte am Fuße der Hechinger Staig: Weil ein Brand mit einem Massenanfall an Betroffenen gemeldet worden war, rückten gestern Nachmittag gegen 16 Uhr rund 40 Feuerwehrleute und fast ebenso viele Rotkreuzhelfer vor dem Asylbewerber-Wohnheim in der Runkellenstraße an.

Was die Feuerwehrleute unter dem Kommando von Maik Bulach im dritten Obergeschoss des früheren Aviona-Komplexes vorfanden, waren die verkohlten Reste eines brennenden Sofas. Das im Flur entstandene Feuer war von Hausbewohnern zu diesem Zeiptunkt bereits gelöscht worden. Beide Flure des L-förmigen Baus waren stark verqualmt - und es hielten sich noch Menschen im Haus auf. Die Feuerwehr evakutierte rasch das ganze Wohnheim.

In dem Zimmer, das dem Brand am nächsten lag, trafen die Retter eine sechsköpfige irakische Familie an, die sich nicht getraut hatte, den Raum zu verlassen. Die Wehrleute brachten Erwachsene und Kinder ins Freie und übergaben sie den beiden eingetroffenen Notärzten und den DRK-Helfern der Bereitschaft Hechingen und deren Unterstützer aus Balingen und Ringingen.

"Insgesamt zehn betroffene Personen sind ambulant untersucht worden", erklärte Kreisbereitschaftsleiter Dietmar Dieter, der den DRK-Einsatz zusammen mit Rettungsdienstleiter Dieter Fecker koordinierte. Ins Hechinger Krankenhaus eingeliefert werden musste aber nur das Neugeborene der irakischen Familie. Das Baby hatte offenbar zu viel von dem beißenden Qualm eingeatmet.

Die Feuerwehrleute waren derweil mit Nachlöscharbeiten und der Suche nach Glutnestern beschäftigt. Außerdem musste das ganze Gebäude ausgiebig belüftet werden.

Wie es zu dem Brand gekommen ist, darüber hatte die Polizei gestern Nachmittag noch keine Erkenntnisse. Die Ermittlungen dauern an.

Die Bewohner, um die sich die DRK-Kreisbereitschaft gekümmert hatte, konnten nach der Belüftung wieder in das Wohnheim zurückkehren.

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