Steinlachtal B 27-Ausbau: Regionalverband macht Druck

Steinlachtal / HARDY KROMER 30.07.2016
Der Regionalverband Neckar-Alb macht Druck in Sachen B-27-Ausbau im Steinlachtal: Die Planungskapazitäten müssten deutlich erhöht werden.

Die Verbandsversammlung des Regionalverbands hat sich in ihrer jüngsten Sitzung in Haigerloch mit dem aktuellen Sachstand zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 befasst. Anlass hierfür waren verschiedene Pressemeldungen, denen zufolge eine Verschlechterung bei den Projekteinstufungen von Straßenbauvorhaben in der Region Neckar-Alb zu befürchten sei. So ist beispielsweise bei den B 27-Projekten das Einstufungskriterium „Engpassbeseitigung“, das dem Bauabschnitt zwischen Bodelshausen und Nehren im vorangegangenen Entwurf vom März noch zugeschrieben war, entfallen.

Die Verbandsversammlung hat deshalb beschlossen, dem Bundesverkehrsministerium noch vor der Beschlussfassung, die am 3. August im Kabinett vorgesehen ist, eine Stellungnahme zukommen zu lassen. Darin wird nochmals auf die Bedeutung des Infrastrukturausbaus in der Region Neckar-Alb hingewiesen.

Der Regionalverband begrüßt die unveränderte Grundeinstufung der B 27-Projekte (Schindhaubasistunnel Tübingen, Abschnitt Bodelshausen – Nehren) in den Vordringlichen Bedarf mit einer Realisierungsperspektive bis 2030. Aus Sicht des Regionalverbands ist es aber unbedingt notwendig, „die Planungskapazitäten deutlich und nachhaltig aufzustocken, um die Projekte zügig bearbeiten zu können.“

Vermisst wird auch in den aktuellen Entwürfen der Ausbaugesetze eine konsequente Schwerpunktsetzung zugunsten der Schiene. Nur mit einer solchen Gewichtung, so heißt es, wären die klima- und umweltpolitischen Ziele der Bundesregierung erreichbar.