Ralf Merkel hatte wieder einmal den richtigen Riecher: Autokino in diesen unterhaltungsarmen Corona-Krisenzeiten – das würde ankommen, war sich der Chef der Zollernalb-Kinos sicher. Und das erste Hechinger Autokino kommt an. Drei der ersten acht Vorstellungen waren ausverkauft, insgesamt sind schon mehr als 1000 Autos auf den Festplatz im Weiher eingebogen.

Merkel: Wahnsinn, wie weit manche Leute anfahren

„Es ist der Wahnsinn, wie weit die Leute teilweise anfahren“, sagt Merkel. Nummernschilder aus Ravensburg, Rottweil, Freudenstadt, Sigmaringen und anderen Landkreisen hat der Hechinger Kinomacher am Samstagabend gesehen, als bei der Action-Komödie „Der Spion von nebenan“ der bisherige Rekordbesuch zu verzeichnen war. Erstmals ließen Merkel und sein Team an diesem Abend 200 Fahrzeuge zu. Zuvor hatte man jeweils nach 150 Anmeldungen die Schranke zugemacht. Mehr als 200 sollen es aber auch nicht werden. „Das ist jetzt die Obergrenze“, sagt Merkel. Sonst sei nicht mehr zu gewährleisten, dass von allen Plätzen aus eine gute Sicht herrsche.

Samstagabend bleibt fürs Familien-Entertainment reserviert

Generell liefen nach Merkels Eindruck die beiden Samstagabende am besten – zunächst „Die Känguru-Chroniken“, dann „Der Spion von nebenan“. Familien-Entertainment pur haben diese Filme geboten, und genau auf dieses Genre will Merkel auch an den kommenden Wochenenden setzen. Zwischendurch gibt es aber durchaus auch mal härteren Stoff, wie etwa den „Systemsprenger“ am Sonntagabend.

Ein Glanzlicht fürs Hechinger Autokino wurde auch am Freitagabend gesetzt, als zum Rennfahrerfilm „Le Mans 66“ doch tatsächlich einige Oldtimer-Rennwagen einbogen und damit für echte Hingucker sorgten.

Weiher-Anwohner haben nichts zu meckern

Läuft doch, kann man mit Fug und Recht sagen. Was Ralf Merkel besonders freut, sind die positiven Rückmeldungen, die er von den Anwohnern im Wohngebiet Weiher erhält. Mehrere von ihnen hätten sich schon überrascht geäußert, wie ruhig die Veranstaltungen ablaufen. „Mir wurde signalisiert: Solange es so bleibt, hat niemand etwas dagegen“, berichtet Merkel. Und das beruhigt ihn doch ungemein. Schließlich hatte er lange gezögert, ob er den Festplatz im Weiher tatsächlich fürs Autokino mieten sollte – eben weil er Kritik aus der Nachbarschaft fürchtete.

So kann das etwas andere Kinovergnügen ungebremst weitergehen – am Montagabend mit dem Musikfilm „Lindenberg – mach dein Ding“, am Dienstag mit dem Psychothriller „Der Unsichtbare“ und am Mittwoch mit dem mehrfachen Oscar-Gewinner „Parasite“.

Der HZ-Wunschfilm kommt ins Programm

Ein Stück weit können auch die HZ-Leserinnen und -Leser über das weitere Autokino-Programm mitbestimmen. Denn Ralf Merkel nimmt den „HZ-Wunschfilm“ ins Programm. Schreiben Sie uns ab sofort an die E-Mail-Adresse hoz.redaktion@swp.de, welchen Lieblingsfilm Sie gerne sehen würden. Ralf Merkel wird dann prüfen, für welchen der besonders oft gewünschten Filme die Rechte verfügbar sind. Dabei kann man freien Eintritt für zwei Personen gewinnen. Unter denjenigen, die den zum Zuge gekommenen HZ-Wunschfilm vorgeschlagen haben, verlosen wir einen Logen-Stellplatz für das heilige Blechle im Autokino.

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Ihr Lieblingsfilm soll im Hechinger Autokino laufen? Dann machen Sie uns per Mail an hoz.redaktion@swp.de einen Vorschlag. Wenn Sie freien Eintritt zum HZ-Wunschfilm gewinnen wollen, geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre Adresse an.