Rangendingen Auto und Umwelt sauber

Auto und Umwelt sauber: Simon Heck ist mit seiner Autowaschanlage "Wasch me" im Rangendinger Gewerbegebiet Vorreiter in Sachen Energieeffizienz.
Auto und Umwelt sauber: Simon Heck ist mit seiner Autowaschanlage "Wasch me" im Rangendinger Gewerbegebiet Vorreiter in Sachen Energieeffizienz.
Rangendingen / SWP 25.05.2013
In Rangendingen läuft eine der umweltfreundlichsten Waschanlagen, die es derzeit gibt. Sie braucht nur etwa ein Viertel so viel Wasser wie herkömmliche Anlagen und produziert über 60 Prozent ihres Stroms selbst.

Autowaschanlagen sind beliebt - aber nicht gerade umweltfreundlich. Denn sie verbrauchen viel Wasser und Strom. Der Rangendinger Waschanlagenbetreiber Simon Heck zeigt, dass es auch anders geht. Mit einer Filteranlage für das Waschwasser und mit Solarstrom verbessert er die Umweltbilanz seines Waschparks drastisch.

Autowaschen ist aufwändig: Bis zu drei Kilowattstunden Strom und 500 Liter Wasser werden benötigt, um ein Auto in der Waschanlage auf Hochglanz zu bringen. Dass das wesentlich umweltfreundlicher geht, beweist Simon Heck. Seit knapp einem Jahr betreibt er den Autowaschpark "Wash Me" in Rangendingen und er hat die zwei Hauptfaktoren für die Umweltbelastung ebenso deutlich wie elegant verringert: Eine Filteranlage sorgt dafür, dass er pro Autowäsche nur etwa 100 bis 125 Liter Frischwasser zuführen muss. Und 60 bis 70 Prozent seines Energiebedarfs deckt er mit Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage.

Damit die Fahrzeuge bei Simon Heck nicht nur umweltfreundlich, sondern auch schonend gereinigt werden, hat er zusätzlich eine Osmose-Anlage einbauen lassen. Sie entkalkt das Wasser aus der Leitung und macht es so wesentlich weicher. Der Vorteil: Das eingesetzte Wasser hat eine höhere Waschqualität und hinterlässt keine Kalkrückstände auf dem Lack. "Mit dieser Technologie haben wir meines Wissens die umweltfreundlichste, qualitativ hochwertigste und kostengünstigste Autowaschanlage, die nach heutigem Stand der Technik möglich ist", so der junge Unternehmer.

Der Einsatz für die Umwelt ist nicht unerheblich. So hat Simon Heck unter seinem Waschpark einen 30 000 Liter fassenden Wassertank und eine riesige Filteranlage installiert. Sie reinigt und filtert das gebrauchte Wasser und führt rund drei Viertel davon wieder in den Kreislauf zurück. Lediglich ein Viertel wird als unbrauchbar ausgesondert und muss als Frischwasser zugeführt werden.

Der zweite Schritt in Richtung Umweltschutz gilt dem Energieverbrauch und ist jetzt vollzogen. Seit wenigen Tagen arbeitet eine Solaranlage auf dem Dach des Waschparks: 151 Photovoltaik-Module, insgesamt 250 Quadratmeter Modulfläche. Sie liefern übers Jahr zwischen 30 000 und 40 000 Kilowattstunden Strom - eine Menge, die optimal auf den Strombedarf vor Ort abgestimmt ist.

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