Der Heimatverein Rangendingen lädt am Sonntag, 10. März, wieder zur Winterwanderung ein. Leiten werden diese der Vorsitzende Helmut Strobel und der 2. Vorsitzende Bernhard Gisi. Beide testen vor Antritt der Tour, welche Gebiete man überhaupt betreten kann, legen den Weg von winterlichem Geröll frei und haben es sich zur Aufgabe gemacht, dass alle Teilnehmer sicher und bequem mitwandern können.

Die diesjährige Tour führt zu den Sehenswürdigkeiten auf der Hochburg, mit dem Vorhaben, die Kulturdenkmäler Rangendingens gemeinsam zu erkunden und die heimischen Denkmäler mehr ins Bewusstsein zu bringen. „In den letzten Jahren führten die Wanderungen unter anderem durch Mössingen, Bisingen, Grosselfingen, Rottenburg, Haigerloch und Hirrlingen“, erklärt Strobel.

Die Winterwanderung am kommenden Sonntag werde zusätzlich von Revierförster Hubert Münch als „Insider“ begleitet. Münch wird den Teilnehmern einen „interessanten Einblick über die Waldwirtschaft und die Funktion des Waldes geben wird“, kündigt Strobel an.

Starten wird die Wanderung um 13 Uhr am Rangendinger Heimatmuseum. Führen wird sie über den ehemaligen sogenannten „Grenzweg“ zwischen Württemberg und Hohenzollern, zwischen Hirrlingen und Rangendingen. „Auf diesem Weg befinden sich einige Grenzsteine und es führt eine Waldstraße genau an der Grenze vorbei“, führt der Heimatvereinsvorsitzende aus. Vom Museum aus geht es somit an den Kreuzwegstationen hinauf zum Denkmal auf der Hochburg und anschließend zum Mönchhaus. Dort befinden sich die Mönchsquelle und der Gedenkstein „Mönchhaus“, welcher in den 1960er-Jahren aufgestellt wurde.

Endpunkt der zirka dreistündigen Wanderung über die Hochburg ist wieder das Heimatmuseum. Ab 16 Uhr wird es dort dann einen wohlverdienten, „großen Topf heißer Gulaschsuppe“ für die erschöpften Wanderer geben, „um sich so wieder aufzuwärmen und untereinander auszutauschen“, lädt der Vorsitzende ein.

Das Wetter soll laut Vorhersage am Sonntag gut werden. In den vergangenen Jahren habe es immer ungefähr 25 Teilnehmer gegeben, wobei der Großteil aus Mitgliedern bestünde. „Teilnehmen kann aber jeder“, betont Helmut Strobel. Willkommen sind somit selbstverständlich auch Nichtmitglieder. „Diese können den Verein und seine Mitglieder sehr gern persönlich kennenlernen“, darüber wäre er sogar „sehr erfreut“, so Strobel. Er selbst ist ein begeisterter Heimatforscher und Wanderer: „Man sieht immer neue Dinge, die man zuvor noch nicht kannte und lernt somit seine Umwelt besser kennen.“

Tradition seit über 20 Jahren

Die Winterwanderung ist eine übernommene Tradition und existiert schon seit Anbeginn des Heimatvereins Rangendingen im Jahre 1996, also mittlerweile seit über 20 Jahren. Mithilfe dieser Wanderungen können Mitglieder in engen Kontakt miteinander treten und das Umfeld, umliegende Gemeinden und ihre Historie noch besser kennenlernen. Am Anfang ging man in die Nachbarstädte, um zu erfahren, was deren Geschichte ist. Im vergangenen Jahr führte die Wanderung beispielsweise mit einem Stadtrundgang durch Mössingen und im Jahr zuvor zur vielen noch unbekannten Bergruine Ror nach Bisingen.