Jungingen Auf dass die Wildbienen brummen

Ganz bei der Sache waren 15 Kinder der Verlässlichen Grundschule mit ihren Erzieherinnen beim Projekt „Blumenwiese“ in Jungingen. Mitten drin: Ignuk-Vorsitzender Roland Bosch.
Ganz bei der Sache waren 15 Kinder der Verlässlichen Grundschule mit ihren Erzieherinnen beim Projekt „Blumenwiese“ in Jungingen. Mitten drin: Ignuk-Vorsitzender Roland Bosch. © Foto: Horst Bendix
Jungingen / Horst Bendix 09.05.2018
Auf dass die Wildbienen fliegen: Die Ignuk hat mit Kinder der Grundschule Jungingen eine Blumenwiese angelegt.

Bunte Blumenwelt statt nur grünes Gras. In diesem Auftrag waren am Dienstag 15 Kinder der Verlässlichen Grundschule Jungingen zugange. Unter Regie des Ignuk-Vorsitzenden Roland Bosch engagierten sich die Kleinen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Wildbienen und anderer Insekten. Mit dabei waren vom Haus Nazareth, das an der Junginger Grundschule die Betreuung übernimmt, die Erzieherinnen Angelique Drapinski und Lisa Schwab.

Vor einigen Jahren, so erläuterte Roland Bosch den Schülern, wurde auf dem Areal hinter der Kirche ein Wildbienenhaus der Ignuk aufgestellt. Zudem wurden früh blühende Pflanzen ausgesät, aber es zeigte sich mehr und mehr, dass zu wenig Nahrungsangebote für Insekten vorhanden waren. Deshalb wollte man die Rasenfläche entfernen und für blühende Pflanzen sorgen.

Im Vorfeld der Aktion hatte die Junginger Gartenbaufirma Pröpster die Grünfläche aufgebrochen und durchgefräst und eine kleine Sandgrube angelegt. Die Kinder hatten nun die Aufgabe, mit Schaufel und Rechen  Sand in die Grube befördern. Roland Bosch erklärte den Kindern, dass zwei Drittel der hierzulande vorkommenden Wildbienenarten in der Erde brüten. Der Rest bevorzugt Löcher im Holz, Pflanzenstängel oder Mauerwerk. Anschließend wurde eine Samenmischung hergestellt aus ein- und mehrjährigen Blumen, Gras und Kräutern, vermischt mit Heublumen von artenreichen Wiesen. Danach folgte das Einsäen auf der Fläche, was die Kinder voller Tatendrang erledigten. Anschließend wurde alles mit dem Rechen in die Erde gedrückt. Alle Kinder waren begeistert bei der Sache, sodass es auch dem Vorsitzenden der Ignuk Spaß und Freude machte. Im hinteren Teil des Grundstücks wurde noch ein schmaler Streifen mit Sommerblumen eingesät, sodass mit Nachtviole, Lupinen, Stockrosen und Malven ein Blumenparadies entstehen kann.

Roland Bosch hofft nun auf baldigen Regen, damit alles gut keimen und wachsen und eine artenreiche Blumenwiese entstehen kann. Die Fläche wird von der Ignuk betreut, die auch die Finanzierung übernommen hat. Ein Dank ging an die Verantwortlichen der Kirchengemeinde, die der Ignuk das Grundstück überließ. Die Kinder erhielten am Ende von Roland Bosch ein kleines Samenpäckchen und Infomaterial zum Thema.

Am Sonntag geht es bei Schlatt auf Vogelführung

Gegründet 1978 Die Ignuk (Interessengemeinschaft für Naturkunde und Umweltschutz Killertal) hegt und pflegt schon seit Jahrzehnten die Natur im Killertal.

Auf Tour Neben Aktionen wie mit der Schule gibt es ein umfangreiches Vortragsprogramm. Am Sonntag, 13. Mai, geht es auf vogelkundliche Exkursion. Der Treffpunkt ist um 8 Uhr der Sportplatz Schlatt.