Die Arbeit des DRK-Ortsvereins Hechingen kann sich sehen lassen: 3325 ehrenamtlich geleisteten Stunden kamen vergangenes Jahr bei 75 Bereitschafts- und Sanitätswachdiensten unterm Strich zusammen – für den stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Klaus Conzelmann und Bereitschaftsleiter Tobias Kopf ist das ein beeindruckendes Ergebnis. Das entspreche 115 Stunden pro Mitglied, teilten sie bei der Hauptversammlung am Freitagabend im DRK-Zentrum mit.

„Die neuen Herausforderungen können kommen“, sagte Klaus Conzelmann, der die Grüße von Manfred Bensch, dem ersten Ortsvereinsvorsitzenden, überbrachte. Wie sich zeigte, ist die DRK-Bereitschaft Hechingen mit 31 aktiven Mitgliedern und einer aufstrebenden Jugendarbeit für die Zukunft bestens gerüstet. Die Frauenquote sei mit der Hälfte an Mitgliedern erfüllt, hieß es.

Die Altkleiderspenden, so Conzelmann, kommen in der Bevölkerung gut an und werden immer begehrter, was auch Tobias Kopf bestätigte. Im gesamten Stadtgebiet stehen aktuell fast 30 Altkleidercontainer mit einem Fassungsvermögen von je 300 Kilogramm. Zwölf stellte man vergangenes Jahr zusätzlich auf, zehn weitere folgen heuer. Auch Sickingen und Weilheim, die bislang als einzige Stadtteile noch keine Altkleidercontainer hatten, werden ausgestattet. Das Angebot, größere Mengen an alten Kleidungsstücken direkt vor Ort abzuholen, besteht weiterhin. Hierbei sei die Nachfrage ebenfalls steigend, informierte der Bereitschaftsleiter. Ferner ärgerte sich Klaus Conzelmann, dass Altkleidercontainer oftmals als Müllablagerungsort genutzt werden.

Re-Aktivierung zeigt Wirkung

Nach einer dreijährigen Pause ist wieder eine Kinder-Gruppenstunde zustande gekommen. Das ließ die verhinderte Jugendleiterin Viviane Kopf mitteilen. Die in der letztjährigen Hauptversammlung angekündigte Re-Aktivierung zeigte Wirkung: Elf Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 14 Jahren – acht Mädchen und drei Jungen – werden von Viviane Kopf als ausgebildete Gruppenleiterin in Anatomie und Erster Hilfe unterrichtet. Drei weitere Personen stehen für diese Aufgabe ebenfalls bereit, müssen aber noch ausgebildet werden. Glücklich zeigte sich DRK-Bereitschaftsleiter Tobias Kopf auch über den Neuzugang von zwei Mitgliedern. Lisa Simson und Jens Schetter hieß er mit einem Händedruck und einer Begrüßungsurkunde in den aktiven Reihen willkommen.

In bewährten Händen von Severin Ritter liegt die Sozial- und Seniorenarbeit. Die zehn Seniorennachmittage besuchten insgesamt 251 Menschen. „Es dürfen ruhig mehr werden“, wünschte sich Ritter. Wer will, kann sich mit einem extra eingerichteten Fahrdienst zu den Nachmittagen ins Hechinger DRK-Haus chauffieren lassen. Kassiererin Bettina Schindler berichtete von einem Überschuss. Rund 8000 Euro spülte der Erlös aus den Altkleidersammlungen in die Kasse. Die Revisorinnen Katja Borgardt und Sandra Wannenmacher fanden keine Beanstandung.

Michael Wolfram, Vorsitzender Ehrenbereitschaftsleiter, gab wissenswerte Informationen über die Arbeit im DRK-Kreisverband. Rund 500 Kinder befinden sich derzeit in Erster-Hilfe-Ausbildung. Tagsüber bestehe ein Mehrbedarf an Fahrern für Rettungsfahrzeuge. Auch die Inanspruchnahme des Notfallnachsorgedienstes sei gesteigert worden. Die „Erste Hilfe für die Seele“ wurde im vergangenen Jahr insgesamt 117 Mal angefordert.

Die Erste Beigeordnete der Stadt Hechingen, Dorothee Müllges, hielt eine motivierende Rede und sagte, dass die Qualität der Einsätze stimmte. Dafür seien engagierte Mitglieder nötig. „Und die haben Sie“, so Müllges. Und: „Wir brauchen das DRK.“