Hechingen Auch Chefärzte sagen gerne zu

Hechingen / Ernst Klett 21.08.2018
Drei Mal ist der Nachmittagstreff im Bildungshaus schon über die Bühne gegangen. Das Zwischenfazit ist positiv.

Die aktuellen Plagen der Bienen, die Angst vor dem Wolf, Erinnerungen einer Stadtführerin, Aufklärung über Superfood, chronische Krankheiten. Das ist die durchaus spannende Themenmischung, mit dem der Hechinger Nachmittagstreff aufwartet. Der findet einmal im Monat im Bildunghaus St. Luzen statt und ist so etwas wie der Nachfolger der einst sehr beliebten Landfrauennachmittage im Bollemer Gasthaus „Kaiser“. Eine wichtige Parallel gibt es: Die neue Reihe wird von Brigitte Steger organisiert, die schon die Termine der Landfrauen verantwortet hat. Dort hat die langjährige Hechinger Ortsvorsitzende nicht mehr kandidiert, und ihre beiden Nachfolgerinnen wollten keine monatlichen Veranstaltungen stemmen müssen. Brigitte Steger aber hatte große Lust weiterzumachen. Und das tut sie seit Mai zusammen mit ihrem Mann Manfred. Beide sind zwar stark in der Evangelischen Kirchengemeinde engagiert, der Nachmittagstreff aber ist reine Privatsache. Das katholische Bildungshaus St. Luzen sitzt als Veranstaltungsort mit im Boot.

Es sei durchaus ein Problem gewesen, einen neuen Saal zu finden, sagt Manfred Steger. Schließlich hatte man die bewährte Mixtur beibehalten wollen: Information und Geselligkeit, und das am Nachmittag. Damit ist der Großteil der potenziellen Teilnehmer ziemlich eingegrenzt. Um diese Tageszeit haben vor allem Senioren viel Zeit. Allerdings, und das betont das Ehepaar Steger ausdrücklich, sind mit dem Nachmittagstreff alle Generationen angesprochen, Frauen und Männer gleichermaßen sowieso.

Weil Gesundheit immer geht, war der Auftakt der neuen Hechinger Veranstaltungsreihe im Mai mit dem Thema „Chronische Krankheiten mit Naturmitteln heilen“. Zu Gast war eine Hechinger Apothekerin. Weiter ging es im Juni mit einem Vertreter des Gesundheitsamtes, der über dessen heutige Aufgaben referierte. Beim letzten Termin vor der Sommerpause war der Rangendinger Imker Herbert Beiter beim Nachmittagstreff, um Antworten darauf zu geben, weshalb es die Bienen so schwer haben.

Nach drei Nachmittagen zieht Manfred Steger ein vorsichtig positives Fazit: Ja, das Angebot kommt an – aber es könnten  noch mehr Besucher sein. Zwischen 20 und 30 Teilnehmer waren es jeweils. Einst bei den Landfrauen war man oft knapp davor, die 100er-Schallmauer zu durchbrechen. Also wird weiterhin kräftig für den Treff geworben. Weiter geht es am Mittwoch, 19. September, mit der Frage „Wer hat Angst vor dem Wolf?“ mit dem Wildtierbeauftragen des Landkreises. „Hechingen aus Sicht einer Stadtführerin“ ist das Thema am 17. Oktober für Ursula Stobitzer, und am 19. November geht es um „Superfood – was isch au des?“.

Im kommenden Jahr wird der Nachmittagstreff auf jeden Fall weitergeführt. Im Februar ist Prof. Dr. Hubert Löwenheim in Hechingen zu Gast. Der Leiter der Tübinger HNO-Klinik erläutert, was man gegen nachlassende Hörstärke tun kann.

Einmal im Monat im Bildungshaus

Keine Anmeldung Wer sich angesprochen fühlt, der kommt ganz ungezwungen ins Bildungshaus. Saalöffnung ist um 13.45 Uhr, der Beginn eine halbe Stunde später. Nach dem Vortrag gibt es Kaffee und Kuchen gegen einen Unkostenbeitrag von vier Euro. Infos bei Familie Steger (Telefon 6751).

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