Rangendingen oder Haigerloch? Tübingen, Reutlingen oder Esslingen? Nein, die am weitesten angereisten Besucher der Bollemer Krippe von Jakob Ruhl kamen diesmal aus den Vereinigten Staaten und aus Norwegen.

Auch in dieser Bollemer Krippensaison wurden wieder einige Rekorde geknackt: Noch einmal um die 70 Besucher mehr als im Jahr davor, also rund 430, kamen, um die Bollemer Krippe in der vergangenen Weihnachtszeit zu sehen. Selbstredend war as Bollemer Bethlehem-Szenario wieder etwas größer geworden und bot auch etwas Neues. Dafür hatte der Erbauer Jakob Ruhl gesorgt. Zusammen mit seiner Frau Annerose bot er den Besuchern dazu wunderbare Gastfreundschaft.

Und die kam an und sprach sich herum. So folgten der Einladung, die dem Dorf Boll nachempfundene Krippe zu sehen, nicht nur Besucher aus der Nähe, sondern auch aus der Ferne. Auch hier gab es einen Rekord. Die weitest angereisten Besucher waren aus Amerika und Norwegen zu Gast und wollten sich das Krippeneinzelstück nicht entgehen lassen.

„Alle Achtung davor“, sagte der Krippenbauer bei der Spendenübergabe, woher die Leute, vor allem auch Gruppen, überall herkamen, um das Schmuckstück zu betrachten. Denn auch von Rangendingen, Bisingen und Haigerloch, aber auch aus der Tübinger Gegend, aus Reutlingen und Esslingen hatte es Neugierige nach Boll verschlagen.

Viele von ihnen brachten ihrerseits noch etwas mit. Meist wunderbaren Gesang, stellte Jakob Ruhl fest und strahlte. Daher war es ihm auch ein Anliegen, sind bei allen Besuchern aus nah und fern zu bedanken, die da waren und neben Musik noch großzügig Spenden da ließen.

So kamen dieses Jahr nämlich 3000 Euro für den Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen zusammen. Einen Scheck in dieser Höhe übergab das Ehepaar Annerose und Jakob Ruhl jetzt persönlich dem Vorsitzenden Anton Hofmann.

Da das Geld dort gut aufgehoben ist und sinnvoll verwendet wird, gibt es auch schon Ideen für die kommende Weihnachtszeit. Zwar gibt es in Ruhls Wintergarten nur noch Platz, die Krippe um einen halben Meter zu erweitern, jedoch soll die Darstellung von Maria Zell mit neuen Lichtern und bunten Glasfenstern neu gemacht werden.

430


Besucher kamen in der zurückliegenden Weihnachtszeit nach Boll, um die Krippe von Jakob Ruhl zu besichtigen. Auch diese Zahl stellt einen Rekord dar.