Kirche Viertes Stettener Friedensgebet

Franz Buckenmaier 09.11.2016

Mit dem Lied „Herr, gib uns Deinen Frieden“ wurde das vierte Stettener Friedensgebet in der Klosterkirche am Montagabend eröffnet. Das Gemeindeteam stellte der Gebetsstunde ein Wort von Papst Franziskus voran: „Migranten und Flüchtlinge sind keine Figuren auf dem Schachbrett der Menschheit. Es geht um Kinder, Frauen und Männer, die aus verschiedenen Gründen ihre Heimat verlassen oder gezwungen sind, sie zu verlassen; Menschen, die den gleichen legitimen Wunsch haben, mehr zu lernen und mehr zu besitzen, vor allem aber mehr zu sein.“

Wir, so hieß es einleitend, müssten dankbar dafür sein, dass wir in Frieden und Freiheit leben dürfen. Es erging die Aufforderung zum Beten, dass sich hierzulande viele Menschen für Flüchtlinge einsetzen und ihnen in Liebe Jesu begegnen.

Fluchtgeschichte aus der Familie

Gemeinsam wurde daraufhin aus der „Litanei von der Gegenwart Gottes“ gebetet und das Lied „Meine engen Grenzen“ gesungen. Es folgte eine Ansprache eines Teammitglieds, in der ein Flüchtlingsschicksal eines kleinen Mädchens und seiner Familie erzählt wurde. Es wurden die Erlebnisse der Familie während der Flucht nach Westen dargestellt und erwähnt, dass das kleine Mädchen von damals heute eine Frau von über 80 Jahren ist und die Vortragende heute noch immer „Mama“ zu ihr sagt.

Die Ansprache schloss mit einem Zitat von Papst Franziskus vom September 2015: „Unsere Welt steht vor einer Flüchtlingskrise, die ein seit dem zweiten Weltkrieg unerreichtes Ausmaß angenommen hat.“

Es folgte das gemeinsam gesungene Lied „Meine Hoffnung“. Als Zeichen der Hoffnung und Dankbarkeit, dass Gott Frieden schenken wird, entzündeten die Besucher an der Friedenskerze eine kleine Kerze und stellten sie auf mit einem kleinen persönlichen Gebet. Die gesprochenen und stillen Bitten wurden dann von allen Besuchern in das gemeinsam gesprochene Vaterunser zusammengelegt. Gemeinsam sang man das Lied „Herr, weil wir den Frieden brauchen“ und sprach das „Gebet zum Dialog zwischen den Religionen“ und das Gebet „Frieden und Gerechtigkeit“. Mit dem Segen wurde das vierte Friedensgebet in Stetten abgeschlossen. Danach hatte noch jeder die Gelegenheit, in stiller Andacht in der Klosterkirche zu verweilen oder zum Austausch mit in den Johannessaal zu kommen.