Hechingen Artothek: Erste Bilder sind schon verkauft

Ganz entspanntes Betrachten der Bilder. Insgesamt beteiligten sich 35 Kunstschaffende mit 93 Werken an der Ausstellung, die vom Landratsamt organisiert wird.Die ersten waren aber schon kurz nach der Eröffnung verkauft, ein Großteil vermietet.
Ganz entspanntes Betrachten der Bilder. Insgesamt beteiligten sich 35 Kunstschaffende mit 93 Werken an der Ausstellung, die vom Landratsamt organisiert wird.Die ersten waren aber schon kurz nach der Eröffnung verkauft, ein Großteil vermietet. © Foto: Matthias Badura
Hechingen / Matthias Badura 10.12.2018

Familiär nannte Landrat Günther-Martin Pauli die Atmosphäre der Artotek in der Hechinger Villa Eugenia. Das war sie am Sonntag in der Tat wieder einmal. Vor der Eröffnung und nach der Eröffnung. Zwischendrin allerdings herrschte das „Windhundprinzip“ (auch diesen Ausdruck hatte der Landrat in seiner Begrüßung gebraucht.) Stimmt, denn die Artotek ist ja keine gewöhnliche Kunstausstellung, sondern zugleich so etwas wie eine Auktion. Man kann die Malereien und Skulpturen gleich kaufen oder man kann sie für zunächst ein Jahr mieten. Und da hieß es auch am Sonntag wieder: Schnell sein. Es dauerte nicht lange, da klafften bereits erste Lücken in den Bilderreihen – weg, verkauft! Oder es klebten Punkte neben den Malereien – schon vermietet, Ätsch!

Da sah man den einen oder anderen Besucher etwas nervös durchs Obergeschoss der Villa eilen: Wo gibt’s noch freie Kunst? Wer sich ein Stück gesichert hatte, konnte dagegen ganz entspannt in der Rotunde Häppchen knabbern und mit Bekannten über Kunst, Gott und die Welt plaudern.

Parforce durch die Epochen

35 Künstler aus der Region beteiligten sich dieses Mal mit 93 Kunstwerken an der vom Landratsamt ins Leben gerufenen Artotek. Ein Grußwort sprach nach dem Landrat Dorothee Müllges, die Erste Beigeordnete der Stadt Hechingen. Die Einführung hielt der Kunstschaffende Frieder Zimmermann. Seine Rede war ein ebenso irrwitziger wie witziger Parforceritt durch die Stilepochen, von Fred Feuerstein und den Cro-Magnon-Menschen mit ihren Höhlenmalereien bis zu Roy Lichtenstein und seiner Pop-Art-Kunst; verwoben, gemischt und gewürzt das Ganze mit frechen Zitaten großer Künstler. Viel Gelächter, viel Beifall!

Kreisarchivar Dr. Andreas Zekorn war es, der wie immer das System des Kaufens und Ausleihens erläuterte, bevor ein Quintett der Jugendmusikschule ein zweites und drittes Musikstück spielte – und damit die Spannung nochmals steigerte.

Dann aber ging’s nach oben. Was gar nicht so einfach war, denn die Villa steckte voll mit Menschen, die Veranstaltung war ein Publikumserfolg. Was natürlich die Organisatoren des Landratsamtes Balingen ebenso freute wie die Gastgeber vom Förderverein Villa Eugenia mit ihrem Vorsitzenden Joachim Wien.

Besuch in der Villa lohnt sich weiterhin

Öffnungszeiten Die Artothek des Landratsamtes, die traditionell in der Hechinger Villa Eugenia stattfindet, versteht sich als Vermittlerin zeitgenössischer Kunst im Zollernalbkreis. Sie will das Interesse an Kunst fördern, indem sie die Möglichkeit bietet, bei der Ausstellung Bilder und Plastiken zu kaufen oder für zunächst ein Jahr vom entsprechenden Künstler auszuleihen. Ein Teil der Werke ist schon veräußert und „weg“. Doch lohnt sich der Besuch der Ausstellung weiterhin. Öffnungszeiten in der Villa Eugenia sind wie folgt: Montag, 10., bis Freitag, 14. Dezember, jeweils von 16 bis 18 Uhr sowie am Samstag, 15., und Sonntag, 16. Dezember, jeweils von 15 bis 17 Uhr.

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