Schlatt Anwohner sitzen seit vier Wochen auf ihrem Müll

Wann wird der Müll endlich wieder abgefahren? Das fragt sich nicht nur der Schlatter Karl-Heinz Gulde als "Heckenhart"-Anwohner. Foto: Eugen Pflumm
Wann wird der Müll endlich wieder abgefahren? Das fragt sich nicht nur der Schlatter Karl-Heinz Gulde als "Heckenhart"-Anwohner. Foto: Eugen Pflumm
Schlatt / EUGEN PFLUMM 07.11.2013
Seit vier Wochen wurde der Müll im Schlatter "Heckenhart" nicht mehr abgeholt - sehr zum Ärger der Anwohner. Sie fühlen sich ob der aktuellen Bauarbeiten in der Wörthstraße gleich mehrfach benachteiligt.

Der Schlatter "Heckenhart" ist eine Sackgasse. Will oder kann man die Wörthstraße nicht benutzen, führt nur noch ein holpriger Feldweg über den Buchgraben aus diesem Wohngebiet heraus. Dieser Umstand sorgt derzeit für mächtig Ärger bei den Anwohnern. Denn aufgrund der Bauarbeiten in der Wörthstraße im Rahmen des vierten Bauabschnittes der Dorfsanierung fühlen sich diese Bürger massiv benachteiligt.

"Jeder hier ist wirklich froh, wenn etwas saniert und hergerichtet wird, aber wenn man dann bei auftretenden Problemen völlig allein gelassen wird, ist das schon echt ätzend", moniert Karl-Heinz Gulde. Die Tatsache, dass der Müll schon vier Wochen nicht mehr abgefahren wurde, ist für ihn ein untragbarer Zustand.

"Sehr traurig" findet Manuela Braun, dass sich alle Stellen, bei denen sie hilfesuchend angerufen hat, für nicht zuständig erklärt haben. Nach Anrufen bei der Ortschafts- und der Stadtverwaltung sei sie schließlich bei der für die Müllabfuhr zuständigen Firma gelandet. Dort habe man ihr erklärt, dass die Bauarbeiter der ausführenden Baufirma oder die Anwohner die Mülleimer an den Rand der Baustelle bringen müssen, wenn das Müllauto nicht ordnungsgemäß anfahren kann. "Wie sollen wir das denn machen, wenn die komplette Straße aufgerissen ist und man zeitweise nicht einmal laufen kann", fragt sich Manuela Gulde resignierend. Auch Petra Killmayer fühlt sich vom restlichen Schlatt völlig abgeschnitten. Dass über einen längeren Zeitraum die blaue Tonne nicht geleert wird und die gelben Säcke nicht abgeholt werden, könne sie eventuell noch verkraften, aber die übervollen Mülltonnen seien absolut nicht akzeptabel.

Ein großes Ärgernis ist für die Anwohner auch das bestehende Informationsdefizit. Das Befahren wie auch das Begehen der Wörthstraße sei ein reines Glücksspiel, weiß Manuela Gulde. So habe sie ohne Ankündigung ihr Wohnhaus zu Fuß nicht mehr erreichen können, weil die Straße über die komplette Breite aufgerissen worden sei. Nur über den Buchgraben-Feldweg habe sie nach Hause kommen können. Ähnlich erging es Petra Killmayer, die mit dem Auto über die Wörthstraße abends noch zu ihrem Wohnhaus fahren konnte. Am folgenden Morgen war die Straße aufgebaggert.

"Die Anwohner zu informieren ist doch nicht zu viel verlangt und dürfte so schwer doch nicht sein", vermutet Karl-Heinz Gulde. Ein wenig Hoffnung gibt jetzt ein Schreiben der ausführenden Firma Stumpp, in dem mitgeteilt wird, dass die Einmündung Wörthstraße/Heckenhartweg vom 7. bis 15. November in Richtung Gässlebrücke gesperrt ist. "Aber auf unserem Müll sitzen wir halt immer noch, dann muss eben ein Klappcontainer aufgestellt werden, in den wir unseren Abfall entsorgen können", wünscht sich Renate Gulde.

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