Hechingen Annähernd 5000 Besucher bei den Römern

Plusminus 5000 Menschen beim zweitägigen Römerfest in der Villa rustica, das freut auch den keltischen Kämpfer nachträglich ganz arg.
Plusminus 5000 Menschen beim zweitägigen Römerfest in der Villa rustica, das freut auch den keltischen Kämpfer nachträglich ganz arg. © Foto: Diana Maute
Stein / HZ 29.08.2018
Ein fulminantes Fest mit gut 5000 Besuchern! Und doch grummelt Gerd Schollian: Das Programm hätte noch mehr verdient gehabt!

Ein Riesenereignis war das Römerfest in Stein am zurückliegenden Wochenende. Der Förderverein hat jetzt Bilanz gezogen: Es waren rund 5000 Besucher, am Samstag etwas mehr als 1000, am Sonntag über 3500. Eine Zahl, die der Vorsitzende Gerd Schollian als zufriedenstellend bezeichnet. Das Angebotene, die Vielzahl der Akteure, die jeweils den ganzen Tag ein Programm auf hohem Niveau gezeigt haben, hätten aber weit mehr Zuschauer verdient gehabt. Schollian bedauert, dass vor allem Besucher aus der nahen Umgebung gefehlt hätten. Überwiegend kamen Gäste, die zum Teil weit angereist sind.

Die Römerfans und kulturinteressierte Gäste kamen voll auf ihre Kosten, dank des hervorragenden Einsatzes aller Akteure vor und hinter den Tresen. Die kompletten Freiflächen rund um die Römervilla waren prall gefüllt mit Zelten, mit Werkstätten, mit Lagerstätten, in denen eindrucksvoll gezeigt wurde, wie sich das Leben der Kelten und Römer vor rund 2000 Jahren darstellte.

Nicht, wie in Sandalenfilmen wenig wahrheitsgetreu dargestellt, sondern möglichst nach exakten Forschungen rekonstruiert, wurden die Besucher in die Zeit der Antike zurückversetzt. Der veranstaltende Förderverein hat darüber hinaus auf besonderen Unterhaltungswert geachtet, in dem Spektakel, Kampfgeschehen und besondere Aktionen für Kinder in den Tagesablauf eingestreut wurden. Viel Lob wurde dem Verein mit seinen vielen Helfern gezollt, die gerade um die Mittagszeit am Sonntag alle Hände voll zu tun hatten, um mit der Versorgung an Speis und Trank nachzukommen.

Ob es in zwei Jahren weitergeht und wie, darüber wird im Vorstand des Vereins beraten werden müssen. Der Vorsitzende würde gerne über 10 000 Gäste sehen, um dem Aufwand entsprechende Überschüsse erzielen zu können. Die teilnehmenden Gruppen kommen sehr gern nach Stein. Aber diese kosten Geld und müssen mit ihren vielen Zelten und Ständen untergebracht und betreut werden.

In jedem Fall, so Gerd Schollian, habe man bewiesen und untermauert, dass Stein eine gute Adresse ist, wenn es darum geht, die Zeit der alten Römer  wieder lebendig werden zu lassen.

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Tausend Besucher hat der Förderverein Römisches Freilichtmuseum am Samstag gezählt. Auch nicht schlecht. Denn da war das Wetter alles andere als einladend gewesen.

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