Tübingen Anmache beobachtet

SWP 01.04.2015
Eine 15-köpfige Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei arbeitet mit Hochdruck an der Klärung des Tübinger Vergewaltigungsfalles.

Nach der mehrfachen Vergewaltigung einer 24-jährigen Frau, die sich in der Nacht zum Sonntag in der Nähe der Tübinger Hermann-Hepper-Turnhalle im Schulhof der Albert-Schweitzer-Realschule ereignet hat, arbeitet eine 15-köpfige Ermittlungsgruppe des Kriminalkommissariats Tübingen an der Klärung der Straftat.

Wie berichtet, hatte sich die junge Frau in der Turnhalle bei der "Projekt-X-Hausparty" aufgehalten. In einem Zeitraum zwischen 0.15 und 1.50 Uhr traf sie im Raucherbereich vor dem in Richtung der Realschule gelegenen Ausgang auf einen Unbekannten, der die alkoholisierte 24-Jährige dazu brachte, ihn in Richtung Schule zu begleiten. Im Schulhof kamen drei weitere Männer hinzu. Mindestens zwei aus der Gruppe vergewaltigten die 24-Jährige anschließend. Zwei andere Frauen, die sich zwischenzeitlich bei der Polizei gemeldet haben, trafen später das leicht verletzte und verstörte Opfer in der Halle an und alarmierten das Sicherheitspersonal. Angehörige des Rettungsdienstes nahmen sich der Frau an und riefen die Polizei.

Die Kripo ist bei ihren Ermittlungen auf Mithilfe angewiesen und bittet Zeugen, die beobachtet haben, wie das Opfer im Raucherbereich mit einem jungen Mann gesprochen hat und anschließend mit diesem in Richtung Realschule wegging, sich zu melden.

Nicht ausgeschlossen wird, dass dieser junge Mann oder einer seiner späteren Komplizen während der Party weitere Frauen mit dem Ziel angesprochen hat, sie aus der Halle oder sogar zur Realschule zu locken. Von diesen Frauen erhofft sich die Polizei gegebenenfalls wertvolle Täterhinweise. Zu den Tatverdächtigen ist bekannt, dass sie alle zwischen 20 und 30 Jahre alt sein und kurze, dunkle Haare haben sollen. Sie sprachen Deutsch, untereinander jedoch in einer anderen Sprache. Hinweise werden unter Telefon 07071/972-8660 erbeten.