Rangendingen Angi bedankt sich für die Hilfe

Im Wechselbad der Gefühle: Angela Wehrmann ist glücklich, ein paar Tage bei ihrer Familie sein zu dürfen. Zugleich fragt sich die Leukämie-Patientin voller Angst, ob sich für sie ein Stammzellenspender finden wird.
Im Wechselbad der Gefühle: Angela Wehrmann ist glücklich, ein paar Tage bei ihrer Familie sein zu dürfen. Zugleich fragt sich die Leukämie-Patientin voller Angst, ob sich für sie ein Stammzellenspender finden wird. © Foto: Instagram
Rangendingen / Andrea Spatzal 08.05.2018
Angela Wehrmann ist bei ihrer Familie. Für ein paar Tage wurde die Leukämie-Patientin aus der Klinik entlassen.

Nach der enormen Resonanz auf die DKMS-Typisierungsaktion am 29. April in der Rangendinger Festhalle bedankt sich Angela Wehrmann mit einem emotionalen Video auf Instagram herzlich bei allen Spendern, Freunden und Helfern. Die 32-jährige Leu­kämie-Patientin scheut sich nicht, ihre Gefühle vor der Kamera offen zu zeigen.

„Was da auf die Beine gestellt wurde, war wirklich überwältigend“, sagt sie in die Kamera. „Vielen, vielen Dank für all die Mühen!“ Sie sei fassungslos über so viel Unterstützung und stolz darauf, so viele Freunde und Helfer zu haben. Das Instagram-Video wurde bereits über 6000 Mal aufgerufen.

Angela Wehrmann bangt und hofft, dass sich für sie ein passender Stammzellenspender findet. Es ist ein harter Kampf gegen eine heimtückische Krankheit. „Traurig“, beschrieb sie vor zwei Tagen in ihrem Online-Tagebuch ihre Stimmung. „Habe Angst, was auf mich zukommt die Tage, ob ich das alles schaffe, meinen passenden Spender bekomme…“

Am meisten leidet die Lehrerin, Ehefrau und zweifache Mutter an der Trennung von ihrer Familie: „Vermisse meine Kinder, Mann, Familie, alle!“, schreibt sie. „Liege den ganzen Tag im Bett und starre die Decke an oder schlafe, weil ich so deprimiert bin über alles. Ich will mein altes Leben zurück! Warum ich?“

Aber mit derselben Offenheit teilt Angela Wehrmann auch ihr großes Glück, als sie für ein paar Tage aus der Tübinger Klinik entlassen wird, um bei ihrer Familie sein zu dürfen: „Bin so glücklich. Fühle mich so wohl!“

Suche nach einem „genetischen Zwilling“

Angela Wehrmann aus Rangendingen hat Blutkrebs. Eine Stammzell­spende ist ihre einzige Überlebenschance, weswegen nun fieberhaft nach einem genetischen Zwilling“ gesucht wird.

1258 Spender haben sich vor gut einer Woche an der vom Sportverein Rangendingen und der DKMS Tübingen organisierten Typisierungsaktion für Angela Wehrmann beteiligt. Außerdem wurden 18 635 Euro an Spenden gesammelt und eine 10 000-Euro-Spende der Noweda-Stiftung an die DKMS Tübingen übergeben.

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