Tübingen Am Ort des Pogroms Gedenkstunde am Samstag in Tübingen

Tübingen / SWP 07.11.2013
Auf der Gedenkveranstaltung zu "75 Jahren Reichspogromnacht" spricht am Samstag Oberbürgermeister Boris Palmer.

Am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht. Auch in Tübingen verfolgten die Nationalsozialisten die jüdische Bevölkerung und brannten die Synagoge in der Gartenstraße nieder. 13 Tübinger Vereine und Institutionen gedenken dieser Ereignisse. Zum Abschluss der insgesamt elf Veranstaltungen findet am Samstag, 9. November, um 18 Uhr eine öffentliche Gedenkveranstaltung auf dem Synagogenplatz in der Gartenstraße statt. Dort, am Ort des Pogroms, wird in mehreren Reden an die Verfolgung und an eine Tübinger Familie erinnert, deren Angehörige vertrieben und ermordet wurden. Es sprechen unter anderem Oberbürgermeister Boris Palmer, Stadtrat Kurt Sütterlin als Vertreter des Gemeinderats sowie David Holinstat vom Jüdischen Verein Bustan Shalom und Jugendliche. Gestaltet wird die Gedenkstunde von der Geschichtswerkstatt Tübingen, Bustan Shalom, dem Jugendgemeinderat sowie dem Fachbereich Kultur.

Eine Gedenkfeier in der Stiftskirche erinnert anschließend um 19 Uhr an die Tübinger Geschehnisse von 1938 und in diesem Jahr besonders an die späteren Deportationen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger nach Theresienstadt und Riga. Ein Streichtrio spielt Musik der Komponisten Hans Krása und Gideon Klein, die in Theresienstadt entstanden ist.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel