Wenn der „Königliche Weihnachtsmarkt“ auf Burg Hohenzollern am kommenden Sonntagabend seine Pforten für dieses Jahr geschlossen haben wird, legt Hechingen eine Woche später nach – mit der Premiere des „Fürstlichen Weihnachtsmarktes“ vor der Villa Eugenia. Am 14. und 15. Dezember werden auf dem Villa-Vorplatz in stimmungsvollem Ambiente rund drei Dutzend Stände aufgebaut sein und mit letzten Geschenkideen vor Weihnachten oder mit kulinarischen Leckereien aufwarten.

Weihnachtsdorf mit Hütten

Die HZ hatte schon im Spätsommer über das Vorhaben berichtet, den vom Stadtmarketing-Verein aufgegebenen Hechinger Sternlesmarkt durch einen Weihnachtsmarkt im Fürstengarten zu ersetzen. Jetzt hat der Eventmanager Marc Unger sein Konzept in enger Zusammenarbeit mit der Hechinger Stadtverwaltung vollendet. Er hat für das dritte Adventswochenende rund drei Dutzend Vereine, Organisationen und Händler gewonnen, die beim „Fürstlichen Weihnachtsmarkt“ mit einem Stand vertreten sein werden. Unger zufolge dürfen sich die Hechinger und ihre Gäste auf  „ein kleines Weihnachtsdorf mit 20 identischen Hütten“ freuen, die auf dem Vorplatz der Villa Eugenia „kreisförmig angeordnet sind“. Unger, in Hechingen als Ex-Wirt des „Schwarzbrenner“ bekannt und auch als Macher der WM-Arena im ehemaligen City-Park und zuletzt als Organisator eines Café-Klein-Revival-Festes in der Schulstraße in Erscheinung getreten, verspricht: „Das wir etwas Schönes, etwas Einzigartiges, so einen Weihnachtsmarkt in Hechingen zu haben.“

Etliche Vereine sind dabei

Aus der Vereinswelt mit von der Partie sind die Bürgergarde, die Sockenstrickervereinigung, der Ratzgiwatz-Verein, die FV Friedrichstraße, der Freundeskreis Burg Hohenzollern, die Schragen-Hexen, das THW, die Pfadfinder und die Bruderhaus Diakonie. Angekündigt haben sich auch Kunsthandwerker, die Schönes aus Holz, Metall oder Textil herstellen, sowie regionale Lebensmittelproduzenten, die wahlweise Wildspezialitäten, Fleisch aus der Region, Imkereiprodukte, Most und Spirituosen, Süßwaren oder edles Backwerk im Angebot haben. Und auch die Feuerzangenbowle aus dem Kessel darf nicht fehlen.

Einen Wiedererkennungseffekt wird es geben: Die Hütten, die vom Sternlesmarkt bekannt sind, werden auch vor der Villa Eugenia wieder ihre Dienste leisten. Michael Mössmer macht den Transport vom Vermieter aus Herrenberg her möglich, die Hechinger Pfadfinder besorgen den Aufbau. Ihre Plätze finden sie im Kreis innerhalb des Kiesweges vor der Villa Eugenia, außerhalb des Kiesweges sind die Foodtrucks und Verpflegungsstände angeordnet.

„Es ist ein enormer Aufwand, für diesen besonderen Marktplatz die Infrastruktur zu besorgen“. plaudert Marc Unger aus dem Nähkästchen des Marktmachers. So reicht beispielsweise der Strom der Villa Eugenia für den Weihnachtsmarkt nicht aus. Die Firma DWS Veranstaltungstechnik baut deshalb eine Versorgung von der Stadthalle her auf. „Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist sehr gut“, sagt Unger. Die sanitären Anlagen der Villa werden für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Das hatte der Villa-Förderverein möglich gemacht. Hauptsponsor des Marktes ist die Medizintechnikfirma LS medcap, wobei Unger das Engagement von Annika Sunnanväder hervorhebt.

Öffnungszeiten und Programm

Geöffnet sein wird der „Fürstliche Weihnachtsmarkt“ am Samstag, 14. Dezember, von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag, 15. Dezember, von 11 bis 19 Uhr. Ein musikalisches Rahmenprogramm bestreiten am Samstag von 17 bis 21 Uhr der Hechinger Posaunenchor und die Stadtkapelle mit weihnachtlichen Liedern sowie die Schülerband „Wolfbeats“. Zum Abschluss am Sonntagabend wird Pfarrer Michael Knaus gegen 18 Uhr einen geistlichen Impuls zur Vorweihnachtszeit geben, und die Hechinger Pfadfinder bringen das Friedenslicht aus Bethlehem in den Fürstengarten.

Marc Unger ist voller Vorfreude auf die Premiere und kündigt schon jetzt seine Bereitschaft an, „den Weihnachtsmarkt auch in den nächsten Jahren für die Stadt Hechingen zu organisieren“.

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