Hechingen/Burladingen Am Bahngleis entlang

Eine stattliche Resonanz hatte die Einladung der Jakobuspilger und der VHS Burladingen zum Mitpilgern.
Eine stattliche Resonanz hatte die Einladung der Jakobuspilger und der VHS Burladingen zum Mitpilgern. © Foto: Horst Bendix
Hechingen/Burladingen / HORST BENDIX 02.04.2015
Die Kooperation der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft und der VHS Burladingen trägt Früchte: Gut 40 Teilnehmer waren auf dem Hohenzollerischen Jakobsweg von Hechingen nach Burladingen unterwegs.

Wenn man mit den Jakobspilgern unterwegs ist, verändert jeder Weg ein bisschen das Leben. So war es ebenfalls, als sich annähernd 40 Pilger aus der ganzen Region am Hechinger Bahnhof einfanden, um auf dem Hohenzollerischen Jakobsweg nach Burladingen zu pilgern. Die Kooperation zwischen dem Hechinger Pilgerverein und der Volkshochschule war auf Initiative der Burladinger VHS-Leiterin Mechthild Betz zustande gekommen.

Seit vielen Jahren ist Hubert Forster aus Krauchenwies passionierter Jakobspilger. Er war natürlich schon in Santiago de Compostela und wollte nun an der ersten von vier geführten Pilgeretappen durch das Hohenzollerische teilnehmen. Der Pilgerleiter war hoch erfreut, den Willkommensgruß in so großer und froher Runde zu entbieten. Ursula Stobitzer stellte den Teilnehmern anschließend die nur einen Steinwurf entfernte St.-Luzen-Kirche vor. Dann ging es los und am Hechinger und Junginger Pilgerstein vorbei immer am Bahngleis entlang nach Jungingen. "Erst in der Stille beginnst du zu hören, erst wenn die Sprache verstummt, beginnst du zu sehen." Dies wurde zur Kenntnis genommen, als man die Berge um Jungingen erblickte.

Karin Flamm mit ihrer Freundin aus Bempflingen, die zum ersten Mal im Killertal pilgerte, war hin und weg von der schönen Gegend. Und die Koch-Geschwister, die mit ihrer Mutter von Tieringen gekommen waren, waren angetan vom eisernen Pilger in Jungingen.

Der Pilgerführer erklärte die Materialien der Skulptur, die aus plastisch geformten und hintereinander gereihten Blechteilen aufgebaut ist. Der daneben stehende Torbogen ist einem Steinbogen nachempfunden. Es wurde innegehalten und man nahm sich Zeit, um diese sehenswerte Figur in Augenschein zu nehmen.

Nach einer Trink- und Vesperpause ging es in die Junginger Kirche, wo die Schwarze Madonna bestaunt wurde. Der Pilgerführer erklärte, wie diese Figur in die Gemeinde kam. Halt gemacht wurde anschließend ebenfalls an der Pilgergrotte in der Katharinengasse in Killer. Mit Meditationen wurde die Pilgerwanderung immer wieder unterbrochen, ehe man das Ziel, die Burladinger Gaststätte "Kleineschle", erreichte. Dort ergriff Pilgerbeauftragter Ulrich Schöll das Wort und machte auf die zweite Etappe der geführten Tour auf dem Hohenzollerischen Jakobsweg aufmerksam. Am Samstag, 25. April, geht es von Burladingen weiter durchs obere Fehla- und Laucherttal bis nach Veringenstadt. Man kann sich wieder bei der Burladinger Volkshochschule anmelden; der Pilgerführer wird Ulrich Schöll sein.

Wer gedacht hatte, dass die erste Etappe endgültig beendet war, täuschte sich. Die hartgesottenen Pilger nahmen nochmals die ganze Etappe in Angriff und pilgerten frohen Herzens nach Hechingen zurück. Der große Rest der Gruppe nahm wie geplant den Zug.