Hechingen/Haigerloch / STEPHANIE APELT  Uhr
Mehr als 1000 Baudenkmale öffnen am Tag des offenen Denkmals am 11. September in Baden-Württemberg ihre Türen – unter anderem in Hechingen und Haigerloch.

Passend zum Jahresmotto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ können die Besucher am Tag des offenen Denkmals, am 11. September, vor Ort erleben, wie viele Engagierte auf allen Ebenen nötig sind, um unser bauhistorisches Erbe vor dem Verfall zu bewahren.

Vorstellen wollen sich an diesem Tag in Hechingen die Villa Eugenia, die Wallfahrtskirche Maria Zell in Boll, die Friedhofskirche und die Pfarrkirche in Schlatt sowie die Klosterkirche in Stetten. In Haigerloch sind die Friedhofskapelle in Gruol und die Weiler Kirche in Owingen dabei.

Der Erfolg des Tags des offenen Denkmals ist selbst ein Paradebeispiel für ein gelungenes Zusammenspiel verschiedener Planungspartner. Ohne die Organisatoren der Länder, der Städte und Kommunen, der Initiativen und Vereine, der Kirchengemeinden und viele andere oft ehrenamtlich Engagierte und private Denkmalbesitzer wäre eine so große und flächendeckende Kulturveranstaltung wie der Denkmaltag nicht durchführbar.

Das aktuelle bundesweite Programm ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung vor Ort ermöglicht eine kostenfreie App.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit.

Info Das gesamte Programm, laufend aktualisiert, findet sich unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Fakten zum Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit seit 1993 am 2. Sonntag im September statt, am 11. September 2016 damit seit 23 Jahren. In Absprache mit der Kultusministerkonferenz, den Landesdenkmalämtern, den Städten, Kommunen und Kirchen wird er bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Für den Denkmaltag engagieren sich viele private Denkmaleigentümer und Vereine.

 

2016 steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Allein 2015 öffneten bundesweit weit mehr als 7700 Objekte in rund 2500 Städten und Gemeinden ihre Türen.

 

Mit jährlich bis zu vier Millionen Besuchern ist der Tag des offenen Denkmals eine der bedeutendsten Kulturveranstaltungen in Deutschland. Für die Stiftung und alle, die sich beruflich oder privat für historische Bausubstanz einsetzen, ist die Aktion wichtiger Bestandteil ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Die Schönheit alter Bauten und die Bedeutung von Denkmalschutz und -pflege gewinnt so einmal im Jahr die Aufmerksamkeit von Politik und Bevölkerung.

 

Grundgedanke des Tags des offenen Denkmals ist es, einmal im Jahr historische Gebäude und Orte für Besucher zu öffnen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind (bei Objekten wie Bahnhöfen und so weiter gilt dies natürlich eingeschränkt, Führungen zu deren baulicher Gestalt und Geschichte gibt es allerdings nur am Denkmaltag). Die Öffnung ist in der Regel kostenfrei. Vielerorts warten Sonderführungen, Schauvorführungen und bunte Rahmenprogramme auf die Besucher. So kann man in allen Regionen Deutschlands einen Tag lang Denkmalschutz „live“ erleben: Restauratoren über die Schulter schauen, archäologische Ausgrabungsstätten erkunden, die sonst verschlossenen Kellergewölbe einer Burg bestaunen und noch vieles mehr.

 

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. 50 europäische Länder nehmen an den European Heritage Days teil.