Die Alterspyramide der Gemeinde Rangendingen bleibt konstant bauchig. Die meisten Einwohner sind aktuell zwischen 47 und 60 Jahre alt. Mager wird der Anteil der Rangendinger Bevölkerung ab 91 Jahren, wobei der Anteil der Männer in dieser Altersschicht rapide abgesunken ist. Die älteste Bewohnerin in der Gemeinde ist 100 Jahre alt.

Insgesamt leben laut Angaben der Rangendinger Gemeindeverwaltung aktuell 5278 Einwohner in Rangendingen und den Teilorten Bietenhausen und Höfendorf. 2017 war es dieselbe Anzahl angemeldeter Bürger. Mit 5290 Einwohnern erreichte die Gemeinde Rangendingen 2018 ihren neusten Höchststand. Zwei Jahre zuvor waren es 5280 Bürger.

Bevölkerungsgröße ist durch Fluktuation geprägt

Dabei ist die aktuelle Bevölkerungsgröße auch durch Fluktuation geprägt. Im Jahr 2019 zogen 348 Personen nach Rangendingen, 345 Einwohner zogen aber auch weg, wobei Rangendingen als Wohn- und Arbeitsstätte durchaus eine große Bedeutung hat – das ist ein Plus von drei Neubürgern. Ein Jahr zuvor ergab sich hierbei ein ähnliches Bild: 381 Personen kamen in Rangendingen an und 375 Personen gingen fort (ein Plus von sechs Bürgern). 2017 waren es 208 Fortzüge, und 206 Personen verlegten ihre Wohnstätte nach Rangendingen – ein Minus von zwei Bürgern.

39 Babys im vergangenen Jahr

Die Geburtenrate in Rangendingen – im Vergleich zu den Vorjahren – sinkt. 39 Kinder kamen bis Ende 2019 zur Welt. 48 Neugeborene waren es ein Jahr zuvor, 47 Kinder Ende 2017. Das Jahr 2016 war sogar der Spitzenreiter. Dabei kamen mit 54 Kindern erfreulicherweise so viele Neugeborene in der Gemeinde hinzu wie seit vielen Jahren nicht mehr, teilte die Verwaltung damals mit. Laut Oliver Freiberg, Ordnungsamtsleiter der Gemeindeverwaltung Rangendingen, ist die Anzahl für 2019 aber ein „üblicher Satz für Rangendingen“. Diese Jahrgangszahlen sind maßgebend für die Schulplanung des Gemeinderats Rangendingen.

18 Paare gaben sich das Ja-Wort

Die Sterberate steigt hingegen, 2019 starben 53 Rangendinger, ein Jahr zuvor waren es 46 Menschen, 2017 „nur“ 40 Menschen. Es gibt aber auch erfreuliche Anlässe in der Gemeinde, so wird immer noch oft geheiratet: 18 Paare gaben sich 2019 das Ja-Wort in der Gemeinde, wobei sich auch hierbei zeigt, dass es 2018 mit 26 Paaren und 2017 mit 24 Paaren noch mehr Ehegelübde in Rangendingen gab. Was die Gemeinde Rangendingen und ihre Teilorte so attraktiv macht, hängt Oliver Freiberg zufolge mit der Infrastruktur, den Kindergarten- und Betreuungsplätzen, der Schule sowie dem Arbeitsplatzangebot zusammen.

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Der junge Brauch der Hochzeitswiese


Die standesamtlichen Hochzeiten, die im Rangendinger Rathaus geschlossen werden, wirken sich auch positiv auf die Hochzeitswiese der Gemeinde an der Owinger Halde aus. Der Rangendinger Obst- und Gartenbauverein bietet diese Aktion jedes Jahr seit 2005 an: Frisch vermählte Paare dürfen dabei einen eigenen Obsthochstammbaum anpflanzen. Mittlerweile steht dort schon der 200. Baum. Im November 2018 gab es eine Rekordbeteiligung von 26 Paaren. 2019 waren es zwölf teilnehmende Brautpaare.