Am bevorstehenden Misereor-Sonntag, 7. April, werden zwei Ordensfrauen aus Burundi im Gottesdienst in der Hechinger Stiftskirche um 10.30 Uhr der Gemeinde vorgestellt. Die beiden Schwestern werden danach auch beim Solidaritätsessen dabei sein. Sie gehören zum afrikanischen Orden der Bene-Thereziya-Schwestern. Diese betreiben in Gitega das Zachäus-Haus, mit dem die Hechinger Katholiken seit mehr als 25 Jahren eine lebendige Partnerschaft verbindet (und das von der jüngsten HZ-Weihnachtsspendenaktion „Gute Taten“ profitiert).

Die beiden Schwestern heißen Seconde und Innocente. Sie sind seit Januar in Freiburg, um Deutsch zu lernen. Sie wurden von der Hechinger Gemeinde nach Deutschland eingeladen – in Abstimmung und mit Zustimmung der Erzdiözese Freiburg.

Die Schwestern Seconde und Innocente könnten eventuell in einiger Zeit den Kern einer neuen Schwesterngemeinschaft in Hechingen bilden. Das heißt: Rund. 35 Jahre nach dem Weggang der „Weißen Schwestern“ aus dem damaligen Hechinger Krankenhaus gäbe es wieder katholische Schwestern in Hechingen. Das alles ist freilich Zukunftsmusik – oder wie Diakon Dr. Karl Heinz Schäfer es nennt: „eine Hoffnung, ein Wagnis im Vertrauen auf Gottes Hilfe – für die Schwestern wie für uns“. Auf diesem Weg gibt es noch viele Unwägbarkeiten; zum Beispiel müssen die Zeugnisse der Schwestern in Deutschland anerkannt werden.

Zunächst freut man sich in der Hechinger katholischen Gemeinde aber darüber, dass die ersten Hürden genommen sind, dass die beiden Frauen in Freiburg im Kloster St. Lioba gut aufgenommen wurden. Jetzt kommen sie nach Hechingen, um einen ersten Kontakt mit ihrer deutschen Heimatgemeinde aufzunehmen.