Von Mittwoch 22. Januar, bis Freitag, 24. Januar, müssen an der Tunnelbetriebstechnik im Tunnel Dußlingen Nachrüstungen ausgeführt werden. Zur Umsetzung und Prüfung dieser Maßnahmen sind entsprechende Verkehrssicherungsarbeiten notwendig. Der Tunnel muss deshalb in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag und in der Nacht von Donnerstag auf Freitag jeweils von 20 Uhr bis 5 Uhr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Die Umleitungsstrecken über die L 230 Gomaringen – L 384 Nehren sind in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert.

Personenschutz steht im Vordergrund

Straßentunnel in Deutschland haben im internationalen Vergleich bereits heute ein hohes Sicherheitsniveau. Dennoch hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) nach den schweren Brandunfällen in einigen Alpentunneln nochmals alle Sicherheitsanforderungen überprüft. Grundlage für das hohe Sicherheitsniveau sind die in Deutschland geltenden „Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln“ (RABT).

Die aktuelle Fassung der RABT stellt neben der Prävention – also der Vermeidung von Störfallen in Tunneln – verstärkt den Personenschutz in den Vordergrund. Hierbei hat die Selbstrettung der Verkehrsteilnehmer oberste Priorität. Personen, die sich im Tunnel befinden, sollen sich bei einem Notfall zügig selbst in Sicherheit bringen können, ohne auf das Eintreffen von Rettungspersonal warten zu müssen.

Neben den baulichen Vorkehrungen sorgen ein tunnelspezifisches Überwachungs- und Betriebssystem sowie ein aufwändiges Sicherheitssystem für umfassenden Schutz der Tunnelnutzer.

Strecke zum morgendlichen Berufsvekehr wieder geöffnet

Die Tunnelbetriebstechnik im Tunnel Dußlingen wird nachgerüstet und teilerneuert, um einen maximalen Sicherheitsstandard auf Basis des aktuellen Stands der Technik gewährleisten zu können. Folgende Arbeiten sind vorgesehen: Optimierung der Brandmelde- und Videoanlage; Anpassung der Lautsprecheranlage; Teil-Erneuerung der Leittechnik sowie der Außenstellen der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie des Führungs- und Lagezentrums des Polizeipräsidiums Reutlingen zur ständigen Überwachung des Tunnels.

Die Kosten für die Maßnahme liegen bei rund 300000 Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Die Sperrungen erfolgen bewusst in der verkehrsarmen Nachtzeit. Rechtzeitig vor dem Eintreten des morgendlichen Berufsverkehrs wird die Sperrung aufgehoben.

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