Hechingen Abschied von einer Heimat auf Zeit

Hechingen / SAMIRA EISELE 17.07.2015
Volle Stuhlreihen und bunte Programmpunkte: Die Hechinger Werkrealschule verabschiedete im "Museum" ihre Neunt- und Zehntklässler.

Aus acht Metern Höhe von einem Felsabsatz in einen Bergteich springen: Diese Mutprobe war Teil der actionreichen Abschlussfahrt der Werkrealschul-Zehntklässler. Davon zeugten Bilder und Videos, die auf der Abschlussfeier der Neunt- und Zehntklässler in der Hechinger Stadthalle "Museum" gezeigt wurden. Vielleicht war der Sprung in die Tiefe eine ganz gute Vorbereitung auf den Sprung, der für die Schüler nun ansteht: Von der Schule in den Beruf oder auf eine weiterführende Schule.

Der Schulabschluss als entscheidender Abschnitt: Das thematisierten auch die Grußworte des Elternvertreters Ulrich Reutebuch, des Fachbereichsleiters für Schulen Jochen Bangert und des Schulsprechers Labinat Hadiqi. Der Siebtklässler Hadiqi gab den verabschiedeten Schülern den Wunsch auf den Weg, "dass ihr nie vergesst, was für eine schöne Zeit ihr als Klasse hattet". Ulrich Reutebuch betonte, dass das Lernen auch nach der Schule immer weiter geht - und gab den Rat: "Denkt schon heute an Morgen". Jochen Bangert, der Bürgermeisterin Dorothea Bachmann vertrat, sprach über die "heiße Zeit" der vergangenen Wochen und die Entscheidungen, die nun anstehen.

Das bunte Programm gab der Feier einen festlichen Rahmen: Die Klasse 5 trat als Xylophon-Orchester auf, Sechstklässlerinnen tanzten mit einer Zehntklässlerin Hip-Hop und die Zehntklässlerin Diana sang feierlich "The Rose" und "One Moment In Time". Besonders begeistere das Publikum die Zumba-Vorführung der Klasse 5 mit drei Neuntklässlerinnen.

Schulleiterin Ursula Schön hatte für ihre Ansprache das Thema "Heimat" gewählt. Denn auch der Abschied von der Schule sei Abschied von einer Heimat auf Zeit. Sie las aus einem Text von Thomas Gottschalk vor, der den Unterschied zwischen Heimat und Zuhause darstellte. Dass sie dieses Jahr auch Preise und Belobigngen an Schüler vergeben durfte, die nicht ihre gesamte Schullaufbahn in Deutschland verbracht hatten, sondern an der Werkrealschule erst Deutsch lernten - und sich auch neben der Schule eine Heimat schaffen mussten - betonte Ursula Schön voller Stolz. Sie wünschte den Schülern zum Abschied, dass sie Erinnerungen an ihre schulische Heimat bewahren.

Preise und Belobigungen

Preise Mit einem Notendurchschnitt besser als 1,6 erhielten diese Schüler einen Preis: Sarah Levak, Barbara Mendonca und Carina Stehle (alle aus der Klasse 10a).

Belobigungen erhielten: Ludwika Klos (Klasse 10a), Jan Buchholz, Albert Janunzi, Valjbona Janunzi (alle drei aus der Klasse 10b) und Saran Abou Daher (Klasse 9b)

SWP