Ab April gehts wieder in die Steinemer Erde

SWP 25.01.2014

Die Fortsetzung Nach Beendigung der Grabungen an einer Innenhofmauer im Frühjahr wird sich das Grabungsteam des Fördervereins Römisches Freilichtmuseum einem neuen Terrain widmen. Die vorbereitenden Arbeiten wie Befreiung der Flächen von Sträuchern und Hecken sowie Entfernen einiger Bäume sind bereits begonnen.

Knapp unterm Waldboden Schon vor einigen Jahren hatte Gerd Schollian östlich des Badehauses ein rund 65 auf 20 Meter großes römisches Bauwerk entdeckt, das entlang der nördlichen Außenmauer verläuft. Nach Vorliegen der Grabungsgenehmigung durch das Regierungspräsidium Stuttgart sollen nun dieses Gebäude sowie der Verlauf der östlichen Hofmauer durch sogenannte Prospektionsgrabungen untersucht werden. Ob es sich bei dem gewaltigen Gebäude, dessen Mauern in hervorragender Qualität nur knapp unter dem Waldboden liegen, um ein landwirtschaftlich oder ein handwerklich genutztes Bauwerk handelt oder es Wohnzwecken diente, soll dabei herausgefunden werden.

Hoch interessante Aufgabe Interessant dürfte auch der Bereich der Nordostecke werden, wo sich massive Steinlagen befinden. Dort können vielleicht ein weiterer Eckturm und eine Toreinfahrt nachgewiesen werden. Schon heute freuen sich die Ausgräber auf die neue Aufgabe, die sicherlich hoch interessant wird und zur Klärung der einstigen Bedeutung der Gesamtanlage beiträgt.

Noch Helfer gesucht Bei diesem Projekt können sich auch neu hinzukommende Helfer wie jung gebliebene Rentner, die eine sinnvolle ehrenamtliche Tätigkeit suchen, in die Archäologie einarbeiten lassen. Insgesamt rechnet man etwa mit fünf Jahren Grabungsarbeit, die jeweils bei gutem Wetter von Saisonbeginn im April bis Ende Oktober wochentags von Mittwoch bis Freitag ausgeführt wird. Das freigelegte Gebäude sowie die Außenmauer und ein Teich werden später in den Museumsbereich eingegliedert. Dazu müssen der gesamte Bauhof und zwei Container nach außen verlegt werden.

Gerd Schollian notiert Interessenten, die bei den Grabungen mitwirken wollen können sich ab sofort beim Vorsitzenden Gerd Schollian melden.

Bloß kein Mittelmaß