Schlatt "Wilden" kommt wieder voran

Etwa an dieser Stelle soll das Schlatter Neubaugebiet "Wilden" nun seine Einfahrt in die B 32 bekommen. Die Stadt kann die Fläche jetzt kaufen.
Etwa an dieser Stelle soll das Schlatter Neubaugebiet "Wilden" nun seine Einfahrt in die B 32 bekommen. Die Stadt kann die Fläche jetzt kaufen. © Foto: Eugen Pflumm
Schlatt / EUGEN PFLUMM 29.10.2014
Beim Schlatter Neubaugebiet "Wilden" geht es wieder voran. Nachdem das leidige Problem mit der Einfahrt in die B 32 geklärt ist, geht es im kommenden Jahr an die neue Planung und den Flächenankauf.

Einen Sachstandsbericht über den Fortgang des geplanten Neubaugebietes "Wilden" hat Ortsvorsteher Jürgen Schuler bei der Sitzung des Schlatter Ortschaftsrates am Montagabend gegeben. Der Gemeindechef freute sich, dass durch die Einigung mit einem Grundstückseigentümer jetzt die Fläche für die Einfahrt in die Bundesstraße gekauft werden kann. Die Zufahrt wird gegenüber der alten Planung nur wenige Meter näher am Anwesen von Maria Schuler realisiert.

In einem Anschreiben wurden die übrigen Grundstücksbesitzer aufgefordert, sich wegen der Baulandumlegung zu melden. Der Ortsvorsteher hofft, dass das von allen Wieseneigentümern im Jahr 2006 signalisierte Einverständnis zum Flächenverkauf auch heute noch gilt. Der Verkaufspreis wurde pro Quadratmeter von 14,50 Euro auf 21 Euro erhöht.

"Wenn kein Veto kommt, werden wir im kommenden Jahr die Flächen erwerben und parallel dazu das Baugelände neu beplanen", wusste der Schlatter Rathauschef. Eine Neuplanung ist notwendig, da der bisherige Plan aus dem Jahr 2006 keine Rechtsgültigkeit mehr besitzt. Der weitere Zeitplan sieht dann vor, Ende 2015 beziehungsweise Anfang 2016 mit der Erschließung zu beginnen. "Wenn es optimal läuft, können im Herbst 2016 die ersten Bagger anrollen", hofft Jürgen Schuler.

Ortschaftsrat Raimund Schuler wollte wissen, wie sich die flächenmäßige Einteilung der Bauabschnitte gestaltet. Davon gebe es zwei Stück, wusste Jürgen Schuler. Während der Bauabschnitt zwei entlang der Bundesstraße hoch zum Anwesen Alber noch zurückgestellt ist, wird der Anfang im ersten Teil von der Bundesstraße in südwestliche Richtung gemacht.

Acht oder neun Ar große Plätze wird es nach Auskunft des Ortsvorstehers wegen der Marktlage nicht mehr geben. Als "gängig" stufte Schuler sechs Ar große Bauplätze ein. Allerdings vermochte er nicht zu sagen, wie viele solcher Flächen der erste Bauabschnitt umfassen wird. Auf jeden Fall soll ein Platz für den Neubau eines Kindergartens zurückbehalten werden.

Zur Sprache kam ebenfalls der zukünftige Bauplatzpreis, der laut Jürgen Schuler wohl bei knapp unter 100 Euro pro Quadratmeter liegen wird. Ein weiteres Thema war dabei die von der Stadt geplante Erhöhung von zehn Prozent. Im weiteren Verlauf ließ Jürgen Schuler Fragen aus den Besucherreihen zu, und ein Bürger war der Ansicht, dass die Erhöhung zwischen dem Wiesenankaufspreis und dem Bauplatzpreis "nicht verhältnismäßig" sei. Ein weiterer Einwohner meinte, die Stadt dürfe an der Baulandumlegung "eigentlich doch gar nichts verdienen." "So stimmt das aber nicht", entgegnete der Schlatter Ortsvorsteher. Es sei nämlich legitim, eine Pauschale für die in den kommenden zehn Jahre anfallenden Unterhaltskosten, beispielsweise für Straßen und Kanal, zu veranschlagen. Jürgen Schuler wusste außerdem, dass es Gemeinden gibt, die in diesem Fall bis zu 20 Prozent berechnen.

Nach kurzer Diskussion erklärte Jürgen Schuler noch, dass es einen Lärmschutzwall geben werde, um die Belastung durch die täglich mit 20 000 Fahrzeugen frequentierte B 32 möglichst gering zu halten. Weitere Details sollen nach dem Planungsfortschritt im kommenden Jahr besprochen werden.

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