Hechingen „Stetten singt“ und die Nordsee

Ein volles Haus hatte die Reihe "Stetten singt" beim ersten Termin nach der Sommerpause im Johannessaal der Klosterkirche.
Ein volles Haus hatte die Reihe "Stetten singt" beim ersten Termin nach der Sommerpause im Johannessaal der Klosterkirche. © Foto: Franz Buckenmaier
Stetten / Franz Buckenmaier 31.08.2018
„Stetten singt“ bleibt überaus beliebt - und überraschend.

Der Johannessaal der Klosterkirche Stetten war bis auf den letzten Platz besetzt, als es wieder hieß „Stetten singt“. Es war erneut ein unterhaltsamer Abend, an dem Lied um Lied nach den Wünschen der Besucher gemeinsam gesungen wurde. Es erklang auch „Lili Marleen“, das Lied aus dunkler deutscher Zeit, und im Anschluss daran zeigten Hannes Reis und Alfred Schmid mit einem Beamer Bilder dazu vor. Unter Bezugnahme auf „Lili Marleen“ berichtete der Ortsvorsteher von einem Urlaub auf der ostfriesischen Insel Langeoog.

Dort hatte die Sängerin Lale Anderson, die durch dieses Lied weltbekannt wurde, gelebt und wurde dort auch begraben. Ihr ist dort auch dort ein Denkmal gewidmet, das sie vor einer Laterne darstellt, dem Lili-Marleen-Motiv also. Und just in Langeoog, so ließ Hannes Reis wissen, findet wöchentlich eine ähnliche Veranstaltung wie „Stetten singt“ statt. Es handelt sich um das „Dünensingen auf Langeoog“, das immer am gleichen Platz in den Dünen an einer nicht zu übersehende Tafel abläuft. Dazu kommen sowohl Einheimische als auch Touristen in großer Zahl. Im hohen Norden, so der Ortsvorsteher weiter, werden teilweise die selben Lieder gesungen wie im tiefen Süden. Begleitet wird der Gesang durch ein Akkordeontrio.

Mit eindrucksvollen Fotos von Langeoog und dem Dünensingen unter dem Leuchtturm wurde sein Bericht unterstützt. Anschließend präsentierte Alfred Schmid Bilder von „Stetten singt“ seit dessen Beginn und dämonstrierte damit, wie erfolgreich diese Veranstaltungen bis heute sind.

Franz Bausinger füllte eine andere Pause aus mit Wetterregeln wie „Einer Rebe und einer Geiß wird es im August nie zu heiß“ oder „Der September hängt den Strohhut auf“. Zum 1. September heißt es „An Ägidius Regen, kommt ungelegen“, am 8. September „An Mariä Geburt ziehen die Schwalben furt“ oder auch „Wie sich das Wetter an Mariä Geburt verhält ist der ganze Herbst bestellt“. Am 12. September gilt „An Mariä Namen sagt der Sommer Amen“ und an Kreuzerhöhung (14. September) endet die Erteilung des Wettersegens nach der Messe.

Hannes Reis trug zwischen den Liedern zur Unterhaltung bei, indem er zwei zur Jahreszeit passende Gedichte vortrug. Einmal zum ausgehenden Sommer „Sommer oh verlass uns nicht“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und „Beim Blumengießen“ von Hermann Hesse. Mit dem „Stettener Gute-Nacht-Lied“ wurde die Veranstaltung, die musikalisch von Manfred König am Klavier begleitet wurde, beendet.

Info Im nächsten Monat geht es doppelt zur Sache beim offenen Singen im Johannessaal: Die nächsten Veranstaltungen von „Stetten singt“ werden am 3. Oktober unter dem Motto „Erntedank“ und am 31. Oktober unter dem Motto „Kirbe“ stattfinden.

Ins Heimatmueum und in die Zunftstube

Geöffnet Am kommenden Sonntag, 2. September, ist das Heimatmuseum Stetten in der Zeit von 13.30 bis 17.30 Uhr für Besucher geöffnet. Gleichzeitig findet der monatliche Seniorentreff in der Zunftstube statt.

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