Hechingen „Rote Reiter“ in der Villa Eugenia

„Rote Reiter – Die Lust am Spiel“ ist die nächste Ausstellung in der Villa Eugenia überschrieben.
„Rote Reiter – Die Lust am Spiel“ ist die nächste Ausstellung in der Villa Eugenia überschrieben. © Foto: privart
Hechingen / HZ 12.10.2018
In der Hechinger Villa Eugenia gibt es ab 21. Oktober eine neue Ausstellung mit Malerei und Skulpturen von Hans Mendler.

Am Sonntag, 21. Oktober, um 14 Uhr wird in der Villa Eugenia die neue Kunstausstellung „Rote Reiter – Die Lust am Spiel“ mit Malerei und Skulpturen von Hans Mendler eröffnet. Nach der Begrüßung durch Friedrich Zimmermann, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins Villa Eugenia, spricht Christina Ossowski über die Werke des Künstlers. Zur Eröffnung spielt Matthias Anton Saxophon. Der Künstler Hans Mendler will bei der Vernissage anwesend sein.

Der 1950 in Neresheim geborene und in Ulm aufgewachsene Künstler hat von 1971 bis 1976 an der Kunstakademie in Stuttgart bei den Professoren Bachmayer und Böhmer studiert. Anschließend unterrichtete er bis 2011 am Johannes-Kepler-Gymnasium in Leonberg. Dort und im südungarischen Dunaszekcsö lebt und arbeitet er als Maler und Bildhauer. Seine Bilder und Skulpturen wurden nicht nur im deutschen Südwesten, sondern unter anderem auch in Paris, Berlin, Budapest, Moskau, Laguna Beach/Kalifornien und Singapur in Einzelausstellungen gezeigt.

Mendlers aktuelle Ausstellung, zu der ein informatives Buch erscheint, zeigt viele neue Arbeiten. Dabei gewährt der Maler mit einer Auswahl von Skizzenbüchern Einblicke in seine Werkstatt. Alte Bücher oder Postkarten von Flohmärkten bieten ihm einen unerschöpflichen Fundus von optischen Anregungen. Aktuell dienten ihm etwa ein Inselband mit dem Codex Manesse und Karten mit den Figuren der Commedia dell´Arte als Ausgangspunkt für Übermalungen und Collagen.

Diese spontanen Bearbeitungen haben seine Kreativität befeuert, und es sind anschließend teilweise großformatige Gemälde entstanden. Hans Mendler gelingt es dabei, den Charakter der unmittelbaren malerischen Aktion der Skizzen auch auf die große Leinwand zu übertragen. Er spielt regelrecht mit den vorgefundenen Bildern und fügt sie zu völlig neuen Konstellationen zusammen. Freilich ist ihm der Prozess der malerischen Aktion unter Einbeziehung des Zufalls als Ausdruck seiner selbst wichtig und nicht die Vergegenständlichung einer tiefsinnigen Idee.

Seit nunmehr zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Mendler intensiv mit Skulpturen aus Holz, die teilweise farbig gefasst sind. Sein wichtigstes Werkzeug ist die Kettensäge, mit der er dem Holzblock bedächtig zu Leibe rückt. Dabei entstehen archaisch wirkende Figuren und Köpfe mit starkem Ausdruck. Neben den jüngst entstandenen Skulpturen aus verschiedenen Hölzern sind auch reizvolle Bronzeabgüsse einiger dieser Holzskulpturen zu sehen.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Galerie Meinlschmidt Fine Art Balingen und mit Unterstützung der Sparkasse Zollernalb sowie der Stadt Hechingen statt.

Info Die Ausstellung dauert vom 21. Oktober bis zum 25. November. Öffnungszeiten sind samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Letztmals die Werke von Mandernach und Co.

An diesem Sonntag, 14. Oktober, ist die Villa Eugenia wieder von 14 bis 17 Uhr geöffnet, und der Förderverein bewirtet mit Kaffee und Kuchen. Die Gäste werden von Horst Hengstler mit Musik auf dem Flügel unterhalten. Im Obergeschoss der Villa und im Weißen Häusle geht die Ausstellung von Jörg Mandernach und neun Künstlerfreunden zu Ende. Der Titel: „Mit Verkohltem wollte ich Deinen Schatten halten.“ Geöffnet ist die Ausstellung auch am Samstag von 14 bis 17 Uhr.

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