Rock für einen guten Zweck! Unter diesem Motto stand die Veranstaltung „Rock für die 14“ am Donnerstagabend in der Turn- und Festhalle in Jungingen. Sämtliche Erlöse aus der Rocknacht an Halloween werden der Kinderkrebsstation 14 in Tübingen gespendet.

Hilfe für die Kinderkrebsstation

Bereits zum dritten Mal organisierte der Initiator Oliver Scheppner aus Schlatt „sein“ Konzert. Nachdem Scheppners Sohn vor drei Jahren an Leukämie erkrankt war, kam Scheppner zwangsläufig mit der Tübinger Klinik in Kontakt. Die große Unterstützung, die er und sein Kind dort erfuhren, weckte in ihm den Wunsch, etwas zurückzugeben. Durch seinen Beruf im Musikgeschäft und die guten Kontakte zu Musikern und Bands lag es nahe, ein Konzert auf die Beine zu stellen. So entstand „Rock für die 14“.

Was als Straßenfest begann, konnte in diesem Jahr durch die Unterstützung des SV Jungingen erstmalig in großem Stil in der Festhalle in Jungingen ausgetragen werden. Um die 350 Besucher dürften es am Ende gewesen, die sich zum Stelldichein namhafter Rockbands aus der Region trafen.

„Crossing Sabbath“ macht den Anfang

Der Name war durchaus Programm. Mit brachialen und stark verzerrten Gitarrenklängen eröffnete die Black-Sabbath-Tribute-Band „Crossing Sabbath“ den Abend. Der Sänger begann sofort nach dem ersten Song, das Publikum zu animieren, die Stimmung steigerte sich von Stück zu Stück, und die Lücke vor der Bühne wurde immer kleiner. Die Black-Sabbath-Songs kamen ebenso gut an wie diverse Cover anderer namhafter Bands, die teils mit Unterstützung einer Sängerin umgesetzt und vom Publikum lauthals mitgesungen wurden. Die Band verabschiedete sich mit einer Metal-Version des Songs „Himmelblaue Augen“, unterstützt von Schlager- Nachwuchssternchen Alena.

„Rockorchester Horst Müller“ mit Ersatzgitarrist

Zur Überraschung des Publikums ging es dann nicht wie geplant mit dem „Rockorchester Horst Müller“ weiter. Dessen Gitarrist hatte sich verletzt und konnte deshalb nicht auftreten. Mit dem Ersatzgitarristen konnte in der Kürze der Zeit nur das halbe Programm einstudiert werden. Aus diesem Grund hatten die Veranstalter noch eine dritte Band eingeladen, die jetzt die Bühne betrat: „Billy and the Kids“ aus dem Raum Esslingen fesselten das Publikum mit Hardrock-Covers von AC/DC oder W.A.S.P., bevor dann endlich das „Rockorchester Horst Müller“ die Bühne betrat. Die sechs Musiker aus dem Raum Hechingen und Balingen brillierten auch mit ihrem Ersatzgitarristen mit einer gut ausgewählten Metal-Playlist, darunter Songs wie „Breaking the Law“ oder „Ace of Spades“.

Die kurzen Umbaupausen zwischen den Bands hatten keinen Einfluss auf die gute Stimmung. Die Bühnenshow und das Equipment vom lokalen Musikanlagen-Verleiher waren erstklassig.

Oliver Scheppner ist zufrieden

Wenn auch die Musik der drei Bands womöglich nicht den Geschmack aller Besucher traf, so wurde allemal einem guten Zweck gedient. Der größere Teil des Publikums jedenfalls genoss die musikalische Reise ins Zeitalter des guten alten Heavy Metal. Die Erwartungen des Veranstalters wurden also erfüllt, wenn auch mit Luft nach oben. „Mein Dank gilt allen Mitstreitern und Helfern, ohne die das Konzert in diesem Rahmen nicht möglich gewesen wäre“, zeigte sich Oliver Scheppner am Ende zufrieden.

Auch interessant:

Hechingen

350


Partygänger in der Junginger Halle machten „Rock für die 14“ zu einem Erfolg, der Initiator Oliver Scheppner zufrieden stellte. Ein bisschen Luft nach oben bleibt freilich noch.