Der Stempel auf den Stirnen der beiden neuen "Fecker"-Wirtinnen Sandra Hirlinger und Pe Gantenbein-Mayer ist unübersehbar. Je nachdem, wie das Licht darauf fällt, kann man dort lesen: "Hechinger Fasnetskinder", "Fasnetsverrückt" oder auch "Fasnetsgeeicht". Die eine hat ihre Sporen einst als Bedienung am Auseliga im "Museum" und im "Klaiber" erworben, die andere im "Mohren". Und beide gemeinsam schlugen sie als Wirtinnen närrische Schlachten im "Café Klein". Kampferprobt sind sie also. Aber vor dem, was heute Abend im "Fecker" auf sie zukommen könnte - davor haben sie, wie sie zugeben, "schon ein bisschen Respekt".

Im Vorjahr blieb die Traditionskneipe am Auseliga geschlossen. Was den damaligen Pächtern viel Zorn einbrachte. Für die beiden Nachfolgerinnen war es dagegen gar keine Frage, das "Fecker" heute, morgen, am Rosenmontag und am Fasnetsdienstag zu öffnen. Alles andere wäre ihnen absurd erschienen: "Fecker-Fasnet, das gehört zu Hechingen wie Weihnachten zum Jahreslauf", sind sie überzeugt. Seitdem ihr Entschluss bekannt wurde, verging kein Tag, an dem sie nicht begeisterten Zuspruch oder Anfragen erhielten. Anzeichen dafür, dass es heute Abend bei ihnen voll werden könnte; bumsvoll!

Eine Mannschaft von 14 Helfern steht bereit, beide Eingänge, Marktstraße und Schlossstraße, werden offen stehen, was die Speisen betrifft, gilt Selbstabholung. Platz bieten die Bar im Nebenraum, die Kneipe selbst sowie ein Partyzelt, das eigens im Biergarten errichtet wurde. Damit die Gaststätte nicht unpassierbar wird, reguliert ein Wachdienst den Zulauf. "Wir sind keine Fans von Security", sagt Pe Gantenbein-Mayer, "aber hier geht die Sicherheit vor."

Nun warten sie also voller "Respekt" auf heute Abend. Und voller Freude! "Wirtshausfasnet - das ist doch das Schönste überhaupt", bekennen sie mit leuchtenden Augen. Die Hechinger Narren, Lumpen, Alte und andere, werden ihnen zustimmen.

Neben der Nachricht, dass das "Fecker" wieder da ist, gibt es noch zwei weitere Neuerungen in der Kneipenlandschaft des Auseliga. Zum einen erwartet der "Glufamichel" seine Gäste dieses Mal im geräumigen Zelt vor den Türen der Gaststätte. Zweitens hat die Narrhalla den Standort ihres Zeltes verlagert: auf den Parkplatz oberhalb des City-Parks. Die anderen Hechinger Kneipen und Feste finden sich am bewährten Ort. Narri, Narro.