Zu einer kleinen Finissage und gleichzeitig zu einem Workshop eingeladen hatte die Künstlerin und Kunstgeragogin Ina Simone Petri in den Stettener Johannessaal.

Tibetanischen Gebetsfahnen nachempfunden

Zu den Gästen gehörte auch die Tübinger PR-Beraterin Gabriele Heyd, die die Hechinger Künstlerin vor fünf Jahren mit dem Projekt „Fahnen fürs Leben“ bekannt machte und sie auch dafür begeisterte. Von diesen Fahnen, tibetanischen Gebetsfahnen nachempfunden, gehe eine starke, überwiegend positive Symbolik aus, sagte Ina Simone Petri in ihrer Begrüßungsrede. Diese Fahnen, geschaffen von Menschen, die in mittelbarer oder unmittelbarer Hinsicht von Krebs betroffen seien, drückten Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte und manchmal auch Sorgen und Botschaften aus. „Das kreative Schaffen hatte auch positiven Einfluss auf meine Psyche“, erklärte Ina Simone Petri. „Die Malerei war für mich ein Teil der Bewältigung dieser ‚Krise‘.“ Es sei, so Petri weiter, mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen, dass kreatives Schaffen, egal in welcher Form, die Selbstheilungskräfte aktiviere und die Psyche stärke.

Leichtigkeit, Hoffnung, Heiterkeit

So wie die Fahnen im Wind flatterten, solle Leichtigkeit, Hoffnung und Heiterkeit in den Fahnen-Workshops dominieren, stellte die Künstlerin fest. Das Spielfeld dazu böten die kreative Arbeit in der Gruppe und die Vielfalt der Materialien, meinte die Künstlerin. Die Aufgabe im Workshop sei überschaubar und offen. Man arbeite spielerisch, überwiegend auf und mit Stoffen und unterschiedlichen Materialien und Hilfsmitteln. Zudem würden Alltagsdinge wie Knöpfe, Schmuckreste und Ähnliches Eingang in die Gestaltung der Objekte finden.

Bevor sich die Teilnehmer des Workshops im Klostergarten zum gestalterischen Tun niederließen, dankte Ina Simone Petri dem Förderverein Klosterkirche für die Überlassung der Räumlichkeiten. Besonderer Dank galt dem Ehepaar Alfred und Sieglinde Schmid für ihr Engagement beim Zustandekommen der Finissage und der Ausstellung. Gabriele Heyd, die die Hechinger Künstlerin mit dem „Fahnen-Virus“ infizierte hatte, dankte ihr mit einem Blumenstrauß für das langjährige Engagement.

In kommunikativer Runde ging es dann im Klostergarten an das zwanglose Gestalten neuer Hoffnungsträger in Form von „Fahnen für das Leben.“

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Stetten