Hechingen „Delicados“ machen sich lieber rar

Irina Gulde singt, Peter Barth am Akkordeon: Dieses Überraschungsduo kam mächtig an beim sonntäglichen Mai-Tanztee in der Villa Eugenia.
Irina Gulde singt, Peter Barth am Akkordeon: Dieses Überraschungsduo kam mächtig an beim sonntäglichen Mai-Tanztee in der Villa Eugenia. © Foto: privat
Hechingen / Ernst Klett 15.05.2018
Der Tanztee in der Villa Eugenia mit den „Delicados“ ist ein Kracher. Zu viel soll es den Leuten aber nicht werden.

Es ist der Kracher im beschaulichen Hechingen, das an Sonntagnachmittagen noch viel beschaulicher sein kann: der Tanztee in der Villa Eugenia. Die Musik kommt nicht vom Band und ebenso wenig vom Alleinunterhalter-Keyboard. Die „Delicados“ sind drei absolute Garanten für sehr gut gemachte Livemusik auf den unterschiedlichsten Instrumenten. Das Trio spielt bevorzugt Oldies und gepflegte Tanzmusik. Wer jetzt auf angestaubte Schlager tippt, der irrt. „Wir bringen auch Rock’n’Roll und Twist“, versichert Peter Barth, der Mann am Akkordeon. Okay, das mit dem Twist muss man Leuten von heute erst erklären. Und den Rock’n’Roll gibt’s bevorzugt in der zahmen Version. Aber genau das kommt an.

Kann man den Erfolg der Tanztees überhaupt noch steigern? Man kann, wie in der HZ am Montag nachzulesen war. Irina Gulde, die Sopranistin mit osteuropäischen Wurzeln und Heimat auf der Alb, überrascht neuerdings nämlich nicht nur frisch gewählte Bürgermeister mit einem Ständchen, sondern ebenso zu schöner Musik von einst tanzende Villa-Eugenia-Besucher. „Das war eine Supereinlage“, schwärmte Peter Barth noch am Tag danach. Tosender Beifall für die „Delicados“, die mit Irina Gulde zum Quartett wurden (zugegeben, es war eigentlich ein Duo).

Kann es so etwas nicht öfter geben? Als Kontrastpunkt zur Hechinger E-Musikszene? Peter Barth winkt ab: Man dürfe es nicht übertreiben, sonst seien die Leute noch übersättigt. Außerdem müsste Sänger Klaus Hodapp erst sehr, sehr überzeugt werden, weiß Peter Barth. So bleibt es also beim Tanztee Nummer 5 erst im Herbst.