Stetten bei Hechingen "Das Dorf, das sind wir alle"

Das ist die Bunte Liste Stetten: Die vier Kandidaten (oben von links) Otto Pflumm, Hannes Reis, Alfred Schmid und Stefan Hipp und die drei Kandidatinnen (unten von links) Jutta Haid, Brigitte Kluck und Irmgard Büttner. Privatfoto
Das ist die Bunte Liste Stetten: Die vier Kandidaten (oben von links) Otto Pflumm, Hannes Reis, Alfred Schmid und Stefan Hipp und die drei Kandidatinnen (unten von links) Jutta Haid, Brigitte Kluck und Irmgard Büttner. Privatfoto
SWP 20.03.2014
Die Bunte Liste Stetten tritt nach 2009 zum zweiten Mal mit einer kompletten Liste zur Stettener Ortschaftsratswahl an. Drei Frauen und vier Männer wollen sich für eine lebendige Dorfgemeinschaft einsetzen.

Alt und Jung, Einheimische, Zugezogene und Migranten sollen sich in Stetten wohl, sicher und respektiert fühlen, schreibt Hannes Reis in seiner Pressemitteilung zur Nominierungsversammlung der Bunten Liste Stetten. Der stellvertretende Ortsvorsteher weiter: "Die Bunten wollen für ein Klima des Willkommenseins und der Wertschätzung in Stetten sorgen, damit die Bürgerinnen und Bürger bereit sind, nach ihren Möglichkeiten zum Gemeinwohl beizutragen." Dies könne durch Wort und Tat geschehen, durch Anregungen, Rückmeldungen oder durch ehrenamtliches Mitarbeiten in den vielfältigen Vereinsangeboten und Bürgerprojekten - "denn das Dorf, das sind wir alle".

Sinnerfülltes Mitmachen setze bürgernahes, transparentes Verwaltungshandeln im Rahmen von Dorfentwicklungszielen voraus. Dazu zählen für die Bunten das Thema Leerstände im Dorfkern (Entwicklungsprogramm ländlicher Raum) ebenso wie bezahlbarer und zeitlich planbarer Wohnraum für junge Familien - das Neubaugebiet "Hülb" müsse in die Gänge kommen, fordert die Bunte Liste.

Der Stettener Bürgertreff sei inzwischen ein geschätztes Dialogangebot, schreibt Hannes Reis. Die Initiative für das Dorffest sei vom Bürgertreff ausgegangen. Die lebendige Vielfalt der Dorfgemeinschaft habe sich bei diesem Fest in besonderer Weise entfaltet. Und es habe nach innen und außen gestrahlt. Diese gemeinschaftliche Meisterleistung wirke nach und ermutige, das eine oder andere im Dorfalltag zu erneuern oder bewusst zu bewahren. Eine vitale Dorfgemeinschaft lebe von einer soliden Grundversorgung für alle Generationen und sollte soweit wie möglich zu Fuß erreichbar sein. Dazu gehörten der Kindergarten, die Grundschule, die Klosterkirche, der Dorfladen, der Bäcker, die Dorfwirtschaften, das Seniorenheim, die Bank, die Backstube, das Heimatmuseum, der Seniorentreff, das Sportgelände, die Turn- und Festhalle und der Jugendraum. Die aufgezählten Orte würden zur Begegnung einladen und Gemeinsinn stiften und wirkten Vereinsamung entgegen. Reis: "Für die Erhaltung dieser zentralen Dorfeinrichtungen setzen wir uns ein; denn das eine hängt vom anderen ab."

Nicht zu vergessen seien die Vereine mit ihren wertvollen soziokulturellen Beiträgen. Stetten sei reich an sozialen und kulturellen Fähigkeiten und Initiativen. Die Bunten förderten und unterstützten dieses Bürgerengagement nachdrücklich. Ein besonderes Anliegen ist ihnen die Wiederbelebung des Jugendraumes. Beim Neustart leiste man sehr gern Starthilfe und wünsche sich dabei die Resonanz der Jugendlichen.

Damit die Stettener gern und sicher im Gnadental leben, sich beheimatet fühlen, ist der Bunten Liste die Bewahrung der Umgebung, der Umgang mit den Ressourcen und insbesondere ein wirksamer Hochwasserschutz eine Herzensangelegenheit. Das Fazit der Bunten Liste lautet: "Stetten - da tut sich wahrlich was. Wir Bunten sind mittendrin und aktiv dabei."