WAHL 2 98 Prozent für Widmaier

Rangendingen / ANDREA SPATZAL 22.02.2016
Großer Vertrauensbeweis für Johann Widmaier: Der 55-jährige Amtsinhaber ist am Sonntag mit 98,21 Prozent der Wählerstimmen als Rangendinger Bürgermeister bestätigt worden.

Das sensationelle Wahlergebnis kam nicht von ungefähr: Johann Widmaier war nicht nur konkurrenzlos in die Bürgermeisterwahl gestartet, Umfragen im Vorfeld hatten auch belegt, wie sehr die Rangendinger ihren Bürgermeister und seine Arbeit schätzen. Schon kurz nach 18 Uhr war die Wahl in Höfendorf ausgezählt, lag das Ergebnis der Briefwahl vor. Keine fünf Minuten später meldete auch Bietenhausen: 100 Prozent Zustimmung für Widmaier. Als Hauptamtsleiter Manfred Haug das Wahlergebnis im Gemeindehaus verkündete, war der Saal bereits voll von Gratulanten. Für den 55-jährigen Amtsinhaber gab es viel Beifall.

Johann Widmaier hat von 1673 gültigen Stimmen 1643 auf sich vereint. Das entspricht einem Stimmenanteil von 98,21 Prozent. Von 4155 Wahlberechtigten gingen am Sonntag 1720 zur Wahl. Damit lag die Wahlbeteiligung - erstmals durfte ab 16 Jahren gewählt werden - bei 40,4 Prozent. Die höchste Wahlbeteiligung hatte Bietenhausen mit 50,13 Prozent, die niedrigste Quote Höfendorf mit 25,07 Prozent. 30 Stimmen gingen an Nicht-Kandidaten: Manfred Haug (14), Isabella Bilger (1), Roland Gnant (2), Wendelin Schimminger (1), Edeltraud Schwenk (2), Andrea Behrend (7), Johann Dieringer (1), Jürgen Greß (1) und Franz Georg Haug (1). Es gab 128 Briefwähler und 47 ungültige Stimmzettel.

Widmaier zeigte sich "sehr, sehr froh über den großen Wahlerfolg" und dankte allen Wählerinnen und Wählern für ihre Stimmen, ebenso den vielen Gästen für ihr Kommen. Speziell dankte der Bürgermeister dem Gemeinde- und Ortschaftsräten. Zusammen mit ihnen habe man die Gemeinde in den vergangenen 16 Jahren sehr gut vorangebracht. "Das war natürlich die Voraussetzung für ein so gutes Ergebnis", so Widmaier in seiner Antrittsrede zur dritten Amtszeit. Ebenso dankte er seinen Mitarbeitern und den vielen ehrenamtlichen Kräften in der Gemeinde sowie seiner Familie mit Ehefrau Andrea und den Kindern Bobby (19), Joshua (11) und Janosch (7) , die alle anwesend waren. "Gegenseitiges Miteinander ist das A und O", sagte Widmaier. Das Wahlergebnis spiegle dieses gelebte Miteinander in Rangendingen wider. Ich freue mich auf die nächsten acht Jahre und werde mich mit ganzer Kraft für unsere Gemeinde einsetzten", versprach der 55-jährige Diplom-Verwaltungswirt abschließend. Jeder solle "eine Heimat haben in Rangendingen und sich in der Gemeinde wohlfühlen".

Vor der langen Gratulationscour, bei der auch die Bürgermeisterkollegen Dorothea Bachmann aus Hechingen, Harry Frick aus Jungingen und Heinrich Götz aus Haigerloch gratulierten, sprach Bürgermeisterstellvertreter Roland Gnant im Namen des Gemeinderates und der Ortschaftsräte Glückwünsche aus. "Deine wirkungsvolle Arbeit in der vergangenen Amtsperiode war so überzeugend, dass sich auch dieses Mal kein Gegenkandidat fand", stellte Gnant fest. Es sei nicht die Situation oder das Umfeld von Rangendingen gewesen, das Mitbewerber abgehalten hätte, sondern "die große Wahrscheinlichkeit, ein schlechtes Ergebnis zu erzielen. Gnant wünschte dem Bürgermeister: "Nimm den Rückenwind für deine künftigen, nicht immer leichten Aufgaben aus der Zustimmung von über 98 Prozent der zur Wahl gegangenen Bürger und sieh die Nichtwähler als passive Zustimmer."

Als Sprecher der Rangendinger Vereine beglückwünschte Hansi Schilling den strahlenden Gewinner und überreichte Geschenke. In Rangendingen könne sich kein Verein über mangelnde Unterstützung beklagen, der Bürgermeister habe für alle Anliegen ein offenes Ohr, so Schilling. Wie er, der als Wahlhelfer eingeteilt war, berichtete, lief die Ein-Kandidat-Bürgermeisterwahl am Sonntagvormittag sehr schleppend an, nahm dann aber am Nachmittag doch noch kräftig Fahrt auf.

Eine feierliche Note erhielt die Wahlparty durch die Darbietungen des erstklassig aufspielenden Musikvereins Rangendingen unter Musikdirektor Arno Herrmann und des Sängerbundes unter Dirigent Michael Binder mit fröhlichen Liedern, die zum Mitklatschen einluden. Das Rathausteam hatte ein Büfett mit Getränken und einem Imbiss vorbereitet, wo kräftig zugegriffen wurde, während die Gäste weiterfeierten - und auf das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in der Partnergemeinde Hirrlingen warteten.

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