Kostümierte Narren tummelten sich am Sonntag in Rangendings Ortskern, so weit das Auge reichte. Beim großen Festumzug anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Mönchsgrabenhexen fanden sich 3000 Hästräger dort ein.

Was die Zuschauer betrifft, erlebte die eintägige Fasnetshochburg einen absoluten Rekord. Den Organisatoren zufolge war die Veranstaltung ausverkauft. Mehr als 5500 Menschen nahmen an dem Spektakel mit bezahltem Ticket vom Straßenrand aus teil. Im vergangenen Jahr betrug dieser Anteil mit knapp 3500 Gästen deutlich weniger.

Der Umzug verlief laut der DRK-Ortsgruppe ohne größere Vorkommnisse. Los ging es um 13.33 Uhr bei der Lehmgrubenstraße. Dort hatten sich die 79 Vereine und Zünfte zunächst aufgestellt. Gut gelaunt, neckend und lärmend liefen die Häsgruppen die Haigerlocher Straße in Richtung Ortsmitte entlang.

Auf dem Weg wurden Brezeln, Süßigkeiten, Konfetti-Fontänen, Stroh und viel gute Musik verteilt. Ziel war das große Barzelt neben der Festhalle. Auch in einigen Lokalen wie Rössle, Rose, Schlupfwinkel und Schiff konnte nach dem Umzug weiter gefeiert werden.

Zum 15-Jährigen waren die Mönchsgrabenhexen schließlich auch in der Pflicht, ihren Gästen etwas zu bieten – und das gelang ihnen mit Erfolg. Allein zwölf Stände von verschiedenen Vereinen säumten den Weg der Umzügler. Es gab die obligatorische Rote, Schupfnudeln mit Sauerkraut, Leberkäswecken, Pizzastücke, Crêpes und Waffeln. Diese Angebote wurden auch gut genutzt; bereits um 15 Uhr gab am Stand des AH-Fußballs Rangendingen keinen Punsch mehr.

Den Anfang des gut zweieinhalbstündigen Umzugs machten die Gastgeber selbst. Nach den Hexenkindern der Mönchsgrabenhexen folgten die Hauburg-Band, die Narrenzunft Jägi sowie die Original Rangendinger Alemannen. Interessant gekleidet und unterhaltsam waren auch die auswärtigen Häsgruppen. Gute Musik kam zum Beispiel neben der Hauburg-Band Rangendingen auch von der Kapelle der Original Hirrlinger Schloßhexen und den Hechinger Hudelgai Bätschern.

Konfetti regnete es auch immer wieder über das Publikum. Manche Schaulustigen wurden sogar richtig überschüttet. Mit einem Wagen rückten einige Fasnetsfiguren an, in denen einzelne Umstehende dann mit Stroh abgerieben wurden.

Im Anschluss verteilte sich das närrische Volk noch in der Rangendinger Ortsmitte. So endete der Umzug fulminant mit einer richtigen Fleckenfasnet.

15


Jahre besteht der Verein der Rangendinger Möchsgrabenhexen. Knapp 60 aktive Anhänger und rund 30 passive Mitglieder, Gönner sowie Freunde engagieren sich in der Narrenzunft.