Talheim/Melchingen 31-jährige Melchingerin stirbt bei Unfall

Aus dem Steilhang musste das siebenjährige Mädchen geborgen werden. Es war fünf Meter weit aus dem Fahrzeug geschleudert worden.
Aus dem Steilhang musste das siebenjährige Mädchen geborgen werden. Es war fünf Meter weit aus dem Fahrzeug geschleudert worden.
Talheim/Melchingen / JÜRGEN MEYER 02.04.2013
Ein Horrorunfall hat sich in der Talheimer Steige ereignet: Eine 31-jährige Melchingerin verlor dabei ihr Leben. Zwei Kinder, die mit im Auto saßen, wurden schwer verletzt.

Die 31-jährige Frau aus Melchingen war mit ihrem Auto, in dem zwei Kinder, ein siebenjähriges Mädchen und ein zwölfjähriger Junge mitfuhren, von der Straße abgekommen und rund 30 Meter in die Tiefe gestützt. Die Frau überlebte den Unfall nicht. Die beiden Kinder wurden schwer verletzt gerettet und mussten mit zwei Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen werden.

Zeugen hatten gegen 11.15 Uhr beobachtet, wie das Auto von der Albhochfläche kommend mit hoher Geschwindigkeit in die Steige abwärts fuhr. Wenige Meter vor dem Beginn der Leitplanken auf der linken Hangseite kam der Wagen aus bisher ungeklärten Gründen von der Straße ab, raste über die linke Spur und schanzte in den Wald.

Der VW Passat schrammte in drei Meter Höhe einen 15 Meter hohen Baum, dessen Gipfel durch die Wucht abbrach. Auf fast 60 Metern Länge schoss das tonnenschwere Fahrzeug durch die Böschung, fällte Bäume und kam rund 30 Meter unterhalb der Landesstraße 385 auf einem Forstweg seitlich zum liegen.

Ob es zutrifft, dass die Insassen nicht angegurtet waren, wie es vor Ort hieß, war gestern noch nicht endgültig zu klären. Das siebenjährige Mädchen war ersten Angaben zufolge fünf Meter aus dem Auto geschleudert worden und lag im Steilhang. Der zwölfjährige Junge lag schwer verletzt eingeklemmt neben der Fahrerin. Die Frau kam vermutlich beim Aufprall ums Leben.

Für die alarmierten Feuerwehren aus Talheim und Mössingen gestaltete sich die Bergung im unwegsamen Gelände und an dem demolierten Fahrzeug schwierig. Zunächst musste das Wrack mit Stahlseilen und Holzpflöcken gesichert werden, dann konnte mit der Rettung der Eingeklemmten und ihrem Transport auf die Albhochfläche begonnen werden.

Mehrere DRK-Rettungswagen aus Tübingen, Mössingen und dem Zollernalbkreis sowie zwei Notarztwagen aus beiden Kreisen wurden zur Versorgung der beiden Kinder eingesetzt, ebenso die DRK-Bereitschaft Ringingen. Aus der Luft wurden zwei weitere Notärzte mit Rettungshubschraubern aus Leonberg und Schwenningen eingeflogen. Mit den Hubschraubern wurden die beiden Kinder dann auch in Kliniken gebracht.

Die Bergungsarbeiten zogen sich bis in die frühen Mittagsstunden hin. Die Talheimer Steige war voll gesperrt.

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