Hechingen 20 Jahre Haus der Sozialen Dienste

Hechingen / Diana Maute 09.06.2018
Kinder sind dort genauso gut aufgehoben wie Senioren: Seit 20 Jahren gibt es das Haus der Sozialen Dienste an der Staig.

Miteinander – füreinander. So lautet das Motto der Körperbehindertenförderung Neckar-Alb (KBF). Und die hat mit dem Haus der Sozialen Dienste an der Staig vor zwei Jahrzehnten eine Institution geschaffen hat, in der diese Worte gelebt werden. Verschiedene Hilfs- und Förderangebote bieten vielen Menschen wertvolle Unterstützung im Alltag. Grund genug, das Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Thomas Seyfarth, Stiftungsratsvorsitzender der KBF, begrüßte dazu zahlreiche Gäste, unter ihnen der Rosenfelder Bürgermeister Thomas Miller als Vertreter der Behindertenförderung Zollernalb, und das ehemalige Hechinger Stadtoberhaupt Jürgen Weber, Geschäftsführer des Sozialwerks Hechingen und Umgebung. „Vor fast 20 Jahren, nämlich am 3. Juli 1998, wurde unser Haus der Sozialen Dienste in Hechingen eingeweiht“, erinnerte Thomas Seyfarth an die Anfänge. Aus dem ehemaligen Fabrikgebäude an der Staig sei ein gut funktionierendes Haus geworden, „ein Schmuckstück, auf das wir besonders stolz sind.“ Das Konzept der Einrichtung besteht darin, ambulante, mobile, teilstationäre und stationäre Hilfen aus einer Hand anzubieten. „Den Betroffenen unnötige Wege und schwierige Organisationsabläufe zu ersparen, war unsere wesentliche Motivation“, unterstrich der Redner.

Im Haus der Sozialen Dienste sind inzwischen elf Einrichtungen der KBF und der Behindertenförderung Zollernalb untergebracht, die eine ganzheitliche Versorgung, Betreuung und Therapie sicherstellen. „Jede dieser Einrichtungen hat ihren besonderen Platz im Rahmen des Gesamtangebots der KBF.“ Zwei davon hob der Stiftungsratsvorsitzende besonders hervor: Zum einen die interdisziplinäre Frühförderstelle für Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten und zum anderen die integrative Kita „Farbklecks.“ Deren kleine Bewohner bereicherten die Feierstunde mit einem fröhlichen Lied. Für Musik sorgten auch die Besucher der Tagespflege für Ältere, denen das Singen ebenso sichtlich Freude bereitete.

„Unser Haus der Sozialen Dienste in Hechingen hat im Laufe der letzten 20 Jahre eine sehr positive Entwicklung genommen“, konstatierte Thomas Seyfarth, der auch an schwierige Situationen wie das Jahrhunderthochwasser vor zehn Jahren erinnerte. Sein Dank ging an alle Mitarbeiter, betreuten Personen und Angehörige. Sie hätten es gemeinsam verstanden, „das gut konzipierte Haus mit Leben zu füllen und zu einer festen Größe in Hechingen werden zu lassen.“ Als Geschenk übergab Seyfarth eine große Gartenbank.

Sozialdezernentin Dorothee Müllges gratulierte im Namen des Landkreises und sprach den Verantwortlichen ihre Anerkennung aus: „Es braucht eine gute Portion Mut, Engagement und Weitsicht, um ein solches Projekt erfolgreich umzusetzen.“ Das breite Spektrum an Angeboten im Haus der Sozialen Dienste spreche Jung und Alt, Menschen mit und ohne Behinderung an. „Die KBF ist ein wichtiger Partner für den Landkreis“, betonte Dorothee Müllges auch mit Blick auf die in Hechingen geplante Wohngruppe für Menschen mit Autismus.

Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Fischer, der die 20 Jahre „junge“ Einrichtung als „lebendig, innovativ, engagiert und aufgeschlossen“ bezeichnete. Der Erhalt und die Förderung von Lebensqualität stünden hier im Mittelpunkt. „Das Haus der Sozialen Dienste ist ein unverzichtbarer, sicht- und spürbarer Bestandteil Hechingens.“

Für den Einrichtungsleiter Hartmut Geiger ist das Gebäude an der Staig ein „Haus der elf Möglichkeiten“, dessen elf Einheiten er näher vorstellte. Was vor 20 Jahren begann, sei längst zusammengewachsen und für viele „eine schöne Heimat“ geworden. Das Zusammentreffen der Generationen werde hier in einer Atmosphäre der Behaglichkeit gelebt. Allen Beteiligten gelte es zu sagen: „Herzlichen Dank für die vergangenen 20 Jahre.“

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