Rangendingen 100 Senioren erleben Herbstfest im Gallus-Haus

„Die Klingelputzer“: Michael Wild (links) in der Rolle des „Hannes“ und Dieter Parisi alias Bürgermeister boten beim Herbstfest im katholischen Gemeindehaus St. Gallus einen heiteren Sketch dar.
„Die Klingelputzer“: Michael Wild (links) in der Rolle des „Hannes“ und Dieter Parisi alias Bürgermeister boten beim Herbstfest im katholischen Gemeindehaus St. Gallus einen heiteren Sketch dar. © Foto: Herbstfest_Michael Wild und Dieter Parisi_Rangendingen_Sketch
Rangendingen / Melanie Steitz 11.10.2018
Das Rangendinger Altenwerk organisierte einen Nachmittag mit Sketchen, Musik, Lyrik und Hahnentanz.

Ihre Lachmuskeln haben die Senioren beim traditionellen Herbstfest am Mittwoch gehörig trainiert. Die 100 Anwesenden erlebten einen humorvollen und geselligen Nachmittag mit schwäbischen Köstlichkeiten im Gallus-Haus. Organisiert wurde er vom Rangendinger Altenwerk.

Leopold Schwenk, Walter Dieringer und Josef Lohmüller von den „Amoradas“ unterhielten die Gäste dabei von Zeit zu Zeit mit Schlagern und Tanzmusik. Die Anwesenden amüsierten sich bei Hits wie „Schwer mit den Schätzen“, „Seemann lass das träumen“ und „Sag Dankeschön mit roten Rosen“ und schunkelten oftmals fröhlich mit.

Ausgesprochen hervorragend war die Stimmung, als Michael Wild und Dieter Parisi den Sketch „Die Klingelputzer“ aufführten. Wild mimte „Hannes“ und Parisi den Bürgermeister. Die Zuschauer bogen sich teilweise vor Lachen. Die Geschichte? Hannes hatte zum wiederholten Male den Pfarrer nachts geweckt und bei ihm um Mitternacht an der Haustür geklingelt. Dies habe er auch schon beim Metzger- und Bäckermeister getan. So schalt ihn der Bürgermeister heftig. Der unbeteiligt wirkende Hannes bot für jeden Vorfall aber eine unbedarfte Ausrede. Beim Bäcker? „Da war es wichtig. Ich wollte, dass er weiß, dass ich ein Brötchen mitgebacken haben möchte.“

Und zuletzt beim Pfarrer? Da stünde auf dem Schild  am Haus „bitte läuten“. Aber dies richte sich doch an die ihn tagsüber aufsuchenden Gäste, so Parisi in seiner Rolle als Bürgermeister. Den nächtlichen Unruhestifter konnte er damit aber nicht so recht überzeugen. Hannes betonte, er habe auch schon dem Pfarrer gesagt, dann soll er das Schildlein bei Nacht eben unkenntlich machen. Das Publikum kringelte sich vor Lachen.

Wenn während des heiteren Nachmittags nicht gerade Auftretende auf der Bühne standen,  gaben die „Amoradas“ ihre Lieder zum Besten. Währenddessen aßen einige Gäste, zwischen 60 bis 80 Jahre alt, allerlei kulinarische Köstlichkeiten. Diese erstreckten sich von leckeren „Zwiebelbeeten“, Apfelkuchen bis hin zum bekannten Oktobervesper, der Bratwurst und dem Kartoffelsalat.

Mit der Resonanz zufrieden

Für viele Gäste war das Fest auch willkommener Anlass, sich wieder ein bisschen zu unterhalten, den Alltag und die Sorgen zu vergessen sowie gemeinsam Mahlzeiten einzunehmen, die sie sich – nurmehr allein daheim – nicht kochen oder backen würden, erläutert Altenwerk-Leiterin Rosi Länge.

Mit der Resonanz war sie sehr zufrieden. „Wenn man in die Reihen so guckt, es lachen alle“, frohlockte Länge. Abgerundet wurde das Programm durch den Hahnentanz, ein vorgetragenes Gedicht (Angela Heck), ein lustiges Fragespiel (Länge) sowie der Sketch „Der Nörgler“ (Margit Haug, Michael Wild und Länge).

Pläne für die kommende Veranstaltung gibt es auch schon. Wie Länge erzählt, ist die AOK-Ernährungsexpertin Ute Streicher am Mittwoch, 14. November, zu Gast im katholischen Gemeindehaus St. Gallus. Los geht es – wie auch gestern – um 14 Uhr. Thema ist die gesunde Ernährung.

100

Senioren nahmen am Herbstfest teil. Wie Rosi Länge, Leiterin des Rangendinger Altenwerks, mitteilt, ist diese Anzahl üblich. Im Schnitt sind es jedes Jahr zwischen 90 und 100 Gäste.

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