Jetzt ist der lange erwartete Storch da und die „AG Weißstorch für Weildorf“ hofft natürlich, dass der Aufenthalt von Dauer ist.
Doch alles der Reihe nach: Tobias Lapp, sehr engagiert in Sachen Wiederansiedlung des Storchs, alarmierte Herbert Hurm, Pressewart der AG und ehrenamtlicher Naturschutzwart, dass Raimund Hipp am Sonntagabend einen Weißstorch gesehen habe. Übernachtet habe dieser dann oben auf einem Heusilo in Sichtweite des frisch errichteten Storchenmastes.

Wahrscheinlich ist es ein Männchen

Bei einem Kontrollgang  am Montagmorgen konnte Hurm den Storch tatsächlich auf der Wiese zwischen Birkhof und Tannenburghöfe antreffen und bei sehr unwirtlichem Wetter aus angemessener Distanz eine Reihe Belegfotos schießen.
Sehr hungrig schien der Adebar – wahrscheinlich ist es ein Männchen – ebenfalls zu sein, einmal ums andere schnappte er zu und ließ sich Regenwürmer schmecken.

Tier scheint noch unberingt zu sein

Hartmut Polet aus Sulz, der sich im Herbst zum Storchenberinger ausbilden lässt, konnte durch den Blick in ein lichtstarkes Spektiv Hurms Beobachtung bestätigen. Ebenfalls sehen konnte Polet, dass der Storch unberingt ist. Einig waren sich beide, noch nie einen so schmutzigen Storch gesehen zu haben. Vermutlich ist er erst jetzt von seiner Afrikareise zurückgekommen. Als hätte er es gehört, begann er kurz darauf mit einer gründlichen Gefiederpflege. Mitunter sah es aus, als hätte der Vogel ein ganzes Strohbüschel im Schnabel.

Dringender Appell an Hundebesitzer und Drohnen-Piloten

Die Mitglieder der AG bitten nun dringend darum, den Storch nicht zu stören und appellieren  an die Hundebesitzer, ihre Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Erst am Sonntag war nach Aussage von Hartmut Polet in Fluorn-Winzeln ein Storch von einem freilaufenden Hund angegriffen worden. Auch sollten keinesfalls Überflüge mit Drohnen durchgeführt werden. Schließlich wollen doch alle, dass sich Meister Adebar bei den Weildorfer „Storchen“ ein Zuhause findet.

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Die Naturschutzverwaltung meldet: So gut wie alle Storchennester in Oberschwaben sind besetzt und wurden rund um Ostern mit Eiern bestückt. Die Neulinge, die sich erstmals in der Brut versuchen, sind aber erst in den letzten Tagen aus dem Süden zurückgekehrt. Sie bauen gerade ihre Nester oder suchen noch nach einem Brutplatz .