Franz Pfeffer vom Fischereiverein Stetten ist verärgert über ,den Umweltfrevel im vereinseigenen Auenweiher. Er und der stellvertretende Vereinsvorsitzende und Gewässerwart Klaus Pfeffer haben aus dem Weiher einen großen Berg Eternit-Wellplatten gezogen. Sie stammen wohl von einem Dach einer Hütte, einem Schuppen oder einem Kleintierstall.

Wie lange lag der Müll schon im Weiher?

Wie lange die Platten schon auf dem Grund des Fischweihers liegen, können die Stettener Petrijünger nicht sagen. Entdeckt wurden das Abbruchmaterial eher zufällig, denn unter der Wasseroberfläche sah es zunächst aus wie ein großer Stein. Als die beiden Petrijünger dann aber mit Watthosen ins 1,20 Meter tiefe Wasser einstiegen, wurde das Ausmaß des Umweltfrevels schnell sichtbar. Rund 50 Eternitplatten zogen sie Stück für Stück aus dem Weiher.
Eternitplatten enthalten krebserregende Stoffe und gelten als Sondermüll, der teuer entsorgt werden muss. Diese Art Abfälle dürfen oft nur von zertifizierten Entsorgungsfirmen abtransportiert und auf einer Mülldeponie  angeliefert werden.
Die Platten sind wurden auf eine transportfähige Größe zerschnitten und zerbrochen, so dass sie vermutlich in einem Anhänger zu dem Fischweiher in Stetten transportiert wurden.  Vermutlich derselbe Übeltäter hat auch noch Styroporplatten und einen alten Reifen am Geräteschuppen gelegt.

Verein muss hohe Kosten für Sondermüll-Entsorgung tragen

Auf den vermutlich hohen Kosten für die Beseitigung des Sondermüll bleibt der Fischereiverein wohl sitzen. Fotos von den Platten wurden aber der Polizei für weitere Ermittlungen übergeben hat. Ortsvorsteher Walter Stocker hat dem Verein zugesagt, sich bei der Stadt und beim Abfallamt des Landkreises für eine Unterstützung bei der Entsorgung einzusetzen.
Der Stettener Fischereiverein  hat den Auenweiher seit 30 Jahren von der Stadt gepachtet, und wollte dieses Jahr mit einem Fischerfest dieses 30-jährige Jubiläum feiern.