Owingen Traumtour im Kaisergebirge

Begeistert waren die Bergsteiger im Wanderverein Owingen von der viertägigen „Kaisertour“ vor der grandiosen Bergkulisse des Zahmen und des Wilden Kaisers.
Begeistert waren die Bergsteiger im Wanderverein Owingen von der viertägigen „Kaisertour“ vor der grandiosen Bergkulisse des Zahmen und des Wilden Kaisers. © Foto: Alfred Welzel
Owingen / Hans Weippert 10.08.2018

Von Ebbs auf 475 Meter Höhe aus ging es zuerst im Naturschutzgebiet Kaisergebirge, das den Zahmen und Wilden Kaiser umfasst, zur Vorderkaiserfeldenhütte (1388 Meter). Dem Gebiet entsprechend, konnte bei Kaiserwetter der Anstieg zur Hütte in Angriff genommen werden. Zuerst führte der Weg durch schattigen Laubwald, dann aber auch steiler und schweißtreibend an den Wänden des Zahmen Kaisers entlang, zum aussichtsreichen Plateau vor der Hütte. Hier konnte man die grandiose Aussicht auf die Gipfel des Wilden Kaisers genießen. Am späten Nachmittag wurde noch der Hausberg der Hütte, die Naunspitze (1633 Meter) erklommen. Die Aussicht auf das Inntal lohnte allemal die Mühe.

Am nächsten Morgen musste vor dem Abmarsch das für eine Berghütte außergewöhnliche Frühstücksbüfett bewältigt werden. Mit der so gewonnenen Energie wurde die Königsetappe der Tour angegangen. Zuerst knackig nach oben auf das Petersköpfle (1745 Meter) und dann in stetigem auf und ab durch Latschenkieferbewuchs über die felsigen Einser-, Zwölfer- und Elferkogel zur Pyramidenspitze (1997 Meter).

Nach der Gipfelrast mussten die mühsam erarbeiteten Höhenmeter nahezu wieder abgestiegen werden. Am Hang entlang schlängelte sich der Weg dann an schroff aufsteigenden Wänden wieder nach oben. Der nächste Abstieg ließ nicht lange auf sich warten, wurde aber freudig aufgenommen, da er zur bewirtschafteten Hochalm führte. Kühle Getränke mobilisierten wieder die Kräfte und so wurden die letzten Höhenmeter und der Weg zum Stripsenjochhaus (1577 Meter) am Fuße des Totenkirchls und des Predigtstuhls zurückgelegt.

Der nächste Tag begann mit etwas trüberen Wetter. Eine kleinere Gruppe bestieg den Hausberg der Hütte, den Stripsenkopf (1807 Meter); ein Teil auf dem Normalweg, der andere gönnte sich den Klettersteig zur Holzpagode auf dem Gipfel. Schon beim Aufstieg verzogen sich alle Nebelfetzen und oben herrschte bereits wieder strahlender Sonnenschein.

Zurück an der Hütte, wurde gemeinsam der Abstieg ins Kaisertal begonnen. Dort konnte im Anton Karg Haus (829 Meter) eine kurze Rast eingelegt und die idyllische Stimmung mit Kapelle und Kaiserbach genossen werden. Danach führte die Wanderstrecke  zuerst gemächlich in Kehren, über Bachläufe und kleine Schluchten nach oben. Dann wurde es steiler und über zahllose Stufen und Tritte erreichte man die Hochfläche der Steinbergalm und schließlich auf nahezu ebenem Weg die urige und gepflegte Kaindlhütte. Gute Küche und die übrigen Vorräte der Hütte sorgten für einen stimmungsvollen Abend.

Der Start am nächsten Morgen verzögerte sich, da es zu regnen begann. Nachdem alle die Regenbekleidung ausgepackt und angelegt hatten, wurde der letzte nennenswerte Anstieg zum Hocheck begonnen. Vom Hocheck konnte nochmal auf die Bergkette des Zahmen und Wilden Kaisers und die Wanderstrecke zurückgeblickt werden, bevor der Abstieg über die Walleralm zum malerisch gelegenen Hintersteiner See begann. Nach kurzer Rast gelangte man über die Steinerne Stiege zur gleichnamigen Bushaltestelle und zum Ende der Tour. Der Weg zurück nach Ebbs und zu den Autos wurde mit dem Bus über Kufstein zurückgelegt.

Müde, aber zufrieden mit Weg und Wetter, waren sich alle einig, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Die Gebirgstour 2018 hatte Hans Weippert organisiert.

23.

September steht beim Wanderverein Owingen für den Jahresausflug im Kalender. Es geht nach Bad Herrenalb. Der Bus startet um 9 Uhr vom großen Parkplatz an der Eyachtalhalle.

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