Zu einer Zeit, da sich die Andorraner für bessere Menschen hielten, hat ein Lehrer seinen unehelichen Sohn Andri als vom faschistischen Nachbarland gerettetes Judenkind ausgegeben. Mitleid und Zuwendung waren dem Jungen gewiss. Inzwischen hat sich der Wind gedreht. Auf einmal gilt ein Jude als ungeliebter Außenseiter, und Andri wird aus seinem kindlichen Weltvertrauen in abgrundtiefes Misstrauen gestoßen. Man hämmert ihm solange ein, dass er "anders" sei, bis er das selbst glaubt. Sogar dann noch, als sich herausstellt, dass er eigentlich gar nicht "anders" ist. Aber da ist es längst zu spät. Die Theater AG des Gymnasiums Haigerloch zeigt "Andorra" - ein Stück in zwölf Bildern von Max Frisch - am 1. und 2. Juli um 20 Uhr in der Eyachtalhalle in Owingen. Karten für acht beziehungsweise vier Euro gibt es ab Mitte Juni im schulischen Vorverkauf in den großen Pausen und natürlich an der Abendkasse.