Ein Familientag des Vereins Gesprächskreis Ehemalige Synagoge Haigerloch vermittelte Interessierten bei einem Gang durch den jüdischen Friedhof und durch die Dauerausstellung „Spurensicherung: Jüdisches Leben in Hohenzollern“ viel Informatives zur jüdischen Geschichte Haigerlochs und der Synagoge.

Viola Faiss vom Synagogenverein führte Familien zunächst in das „Haus des Lebens und der Ewigkeit“, wie sie den jüdischen Friedhof nannte. Jedes Grab sei ein „Haus der Ewigkeit“, denn es sei unantastbar und Eigentum des Verstorbenen. Der Grabstein erzähle von einem einmaligen Leben. Auch die verschiedenen Symbole auf den Grabmalen wurden erläutert.

Anschließend gab es bei der ehemaligen Synagoge das Kamishibai-Erzähltheater, welches kindgerecht eine Geschichte von drei Schmetterlingen erzählte, sie auf der Flucht vor einem großen Gewitter waren und gemeinsam Schutz suchten.

Natürlich wurde auch ein Blick in die ehemalige Synagoge geworfen. Für die älteren Kinder waren verschiedene Mitmach-Stationen aufgebaut. Unter anderem wurden die hebräische Schrift und der Sinn einer Tora-Rolle erläutert. Anschließend durften die Kinder selbst eine Tora-Rolle beschriften. Ebenso konnten sie eine Mesusa, eine Schriftkapsel, die an einem Türpfosten befestigt wird, selbst gestalten.

Aufenthaltsqualität für die ganze Familie boten die im Freien vor der Synagoge aufgestellten Tischen und Bänken, wo Erfrischungsgetränke, Kaffee und gespendete Kuchen serviert wurden.