Haigerloch Stilles Wasser, Käse und Dessert

Die Haigerlocher Schüler und die französischen Austauschschüler haben sich gut verstanden.
Die Haigerlocher Schüler und die französischen Austauschschüler haben sich gut verstanden. © Foto: Gymnasium Haigerloch
Haigerloch / swp 14.06.2018
Gymnasiasten schließen Freundschaften und lernen die kulinarischen und schulischen Besonderheiten Frankreichs kennen.

15 Gastschüler aus Châtillon-le-Duc erlebten schöne Tage bei ihren Haigerlocher Austauschpartnern aus Klasse 8 am Gymnasium. Neben dem Unterrichtsalltag in Deutschland wurden erlebnisreiche Ausflüge angeboten. Die verantwortlichen Lehrerinnen Semir Zaiane und Jutta Wolf waren wieder sehr glücklich über den nun schon seit 1997 bestehenden Austausch. Die französischen und deutschen Schüler hatten diese Woche im März sichtlich genossen.

Im Mai stand der Gegenbesuch an. Die Haigerlocher Schülerinnen Luisa Krause und Joanna Mindreanu aus der achten Klasse berichten über den Aufenthalt in Chatillon-le-Duc im französischen Departement Doubs. Schon die Ankunft muss ein Ereignis gewesen sein: „Fast die ganze Schule hatte uns schon erwartet“, beschreiben sie den Empfang durch die Gastfamilien. Der Empfang war herzlich, denn man kannte sich ja schon.

„Die französischen Familien gaben sich große Mühe, mit uns tolle Ausflüge und Aktivitäten zu machen“, schreiben Luisa und Joanna. Besichtigt worden sei unter anderem der Gouffre de Poudrey, einer der zehn größten Hohlräume Europas, Museen, darunter ein Bienenmuseum, sowie eine Schokoladenfabrik und  eine Käserei.

Schnell stellten die Haigerlocher Schüler  fest, dass das französische Schulsystem große Unterschiede zum deutschen aufweist. Beispielsweise gebe es für jedes Fach einen Raum und jeder Lehrer unterrichte nur ein Schulfach. Außerdem werde nach der Grundschule nicht nach schulischer Leistung in Gymnasium, Haupt- und Realschule geteilt, sondern alle Schüler wechseln auf ein Collège.

„Auch beim Essen gibt es wesentliche Unterschiede“, berichten die Schülerinnen. Es werde „ohne Teller gefrühstückt und fast nur stilles Wasser getrunken“. Nach dem Mittag- und dem Abendessen werde stets ein Dessert oder Käse serviert. Außerdem gebe es in Frankreich noch eine vierte Mahlzeit am späten Nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr, das „Le goûter“. „Bei dieser Mahlzeit trinkt man meistens Milch und isst Kekse“, erklären Luisa und Joanna.

Sie empfanden den Aufenthalt in Frankreich als lehrreich und „unvergesslich“. Es seien viele Freundschaften entstanden, die Sprachkenntnisse gestärkt worden. „Wir sind selbstbewusster geworden – nicht nur in der Verwendung der Sprache“, sagen sie.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel