"Wir wollen den Standort langfristig sichern", brach der neue stellvertretende Schulleiter Rolf Ege in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend eine Lanze für das doch kleine Haigerlocher Gymnasium - und warb in überzeugenden Worten für das neu einzurichtende Sportprofil. Das Regierungspräsidium hat seine Zustimmung bereits in Aussicht gestellt. Beim Gemeinderat stieß Ege ebenfalls auf offene Ohren. Einzig Thorsten Hellstern, CDU, bedauerte, dass er bereits in der Zeitung habe lesen müssen, dass das Haigerlocher Gymnasium um ein Sportprofil reicher wird . . . "und jetzt erst liegt uns dieses Vorhaben zur Entscheidung auf dem Tisch" (auch die HZ berichtete bereits ausführlich). Grundsätzlich jedoch begrüße er das neue Profil.

Rolf Ege entschuldigte diese Vorgehensweise. Nach dem positiven Signal des Regierungspräsidiums so schnell an die Öffentlichkeit zu gehen, sei auch mit Blick auf die Anmeldephase geschehen. Und tatsächlich sei das Echo positiv, freute sich der stellvertretende Schulleiter. Auf Nachfrage, vor allem von Thorsten Hellstern, versicherte er, dass das dritte Profil am Haigerlocher Gymnasium mit den vorhandenen Ressourcen realisiert werden könne. Weder brauche es zusätzliche Sportstätten, noch weitere Sportgeräte oder Personal. Der Christdemokrat will sich das aufnotieren. Ob die Stundenpläne überhaupt noch Raum lassen für das Sportprofil? Ja, sagt Ege. Die Kollegen hätten ihm das bestätigt. Sport bis zum Abi, das heiße künftig auch: "Wir können bereits in der Unterstufe mehr Sportunterricht anbieten als an anderen Schulen. Und für die Mittelstufe wird Sport im Hauptfach versetzungsrelevant."

Des Weiteren führte der stellvertretende Schulleiter aus, das sich das Gymnasium Synergieeffekte mit den Sportvereinen vor Ort erhoffe; darüber hinaus bestätigte er, dass die Eyachtalschule die Pläne mittrage. Und ihm, wiederholte er sich, auch von dieser Seite versichert worden sei, dass mit dem Einrichten des Sportprofils keine zusätzlichen Hallenkapazitäten geschaffen werden müssen. Simon Fecht zeigte sich den gymnasialen Plänen sehr aufgeschlossen, auch glaubt er, dass ein Sportprofil "den Zufluss nach Haigerloch fördert".

Mit der Zustimmung des Gemeinderats (bei einer Gegenstimme) wird die Stadtverwaltung jetzt den offiziellen Antrag auf Einrichtung des Sportprofils am Haigerlocher Gymnasium beim Regierungspräsidium in Tübingen stellen. Kosten entstehen der Stadt im Übrigen keine.